Weitere Gebrauchsinformationen der Varianten von ibuprofen

Datum der letzten Änderung:27.11.2019
ATC CODE: M01AE01
WIRKSTOFF: Ibuprofen

Dieses Präparat ist rezeptpflichtig.

Was ist Ibuprofen Sandoz und wofür wird es angewendet?

Ibuprofen Sandoz enthält den Wirkstoff Ibuprofen, ein Mittel gegen Schmerzen, Fieber und Entzündungen.

Dieses Arzneimittel dient zur Behandlung folgender Symptome:

Rheumatologie:

a) Entzündliche Gelenkerkrankungen, wie:

  • rheumatoide Arthritis (chronische Entzündung der Gelenke und Bindegewebsstrukturen)
  • Spondylitis ankylopoetica (Entzündung der Wirbelgelenke)
  • rheumatoide Arthritis bei Kindern (Still-Syndrom) und verwandte Erkrankungen

b) degenerative Gelenkerkrankungen: akute Entzündungsschübe einer Osteoarthrose (chronische, nicht entzündliche Erkrankung der Gelenke und des angrenzenden Knochens).

c) Erkrankungen von Strukturen außerhalb des Gelenks, wie: Schädigung der Gewebe rund um ein Gelenk, Entzündung eines Schleimbeutels, einer Sehne oder Sehnenscheide, Halswirbelsyndrom und akute Kreuzschmerzen infolge einer Schädigung der Struktur der Bandscheibe.

Gynäkologie und Entbindungen:

a) schmerzhafte Monatsblutung

b) Schmerzen nach der Entbindung

c) Schmerzen nach Einschneiden des Dammes zur Erleichterung der Entbindung

Erkrankungen des Mund- und Zahnbereichs:

Entzündung und Schmerzen nach einer operativen Behandlung im Mundbereich und nach einem zahnärztlichen Eingriff.

Augenerkrankungen: Entzündung nach einer operativen Behandlung oder Verletzung.

Fieber

Traumatologie

Ibuprofen Sandoz 800 mg darf bei Erwachsenen für alle oben genannten Anwendungsgebiete verordnet werden. Diese Darreichungsform ist insbesondere zur Behandlung von chronischen Entzündungen des Bewegungsapparats geeignet.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Ibuprofen Sandoz beachten?

Ibuprofen Sandoz darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Ibuprofen oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels oder gegen einen anderen Entzündungshemmer oder ein anderes Schmerzmittel, einschließlich Acetylsalicylsäure, sind.
  • wenn Sie schon früher nach der Anwendung eines anderen Entzündungshemmers, einschließlich Acetylsalicylsäure (z. B. Aspirin), allergisch reagiert haben. Die Symptome einer solchen Reaktion sind unter anderem: Asthma, Zusammenziehen der Bronchialmuskulatur (Bronchospasmus), Entzündung der Nasenschleimhaut (Rhinitis), Nesselsucht, Anschwellen von Haut, Lippen, Zunge und Rachen (Angioödem).
  • wenn es bei Ihnen aufgrund einer früheren Behandlung mit einem Entzündungshemmer zu Blutungen oder einem Durchbruch (Perforation) im Bereich von Magen oder Darm kam.
  • wenn Sie eine bestimmte Erkrankung haben, die die Blutungsneigung erhöht.
  • wenn Sie eine Magen- oder Darmerkrankung haben oder hatten, z. B. ein Geschwür, eine Blutung oder eine bestimmte entzündliche Erkrankung (z. B. Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa). - wenn Sie eine schwere Nierenfunktionsstörung haben.
  • wenn Sie eine schwere Herzfunktionsstörung haben.
  • wenn Sie eine schwere Leberfunktionsstörung haben.
  • wenn Sie sich im dritten Trimester der Schwangerschaft befinden.
  • von Kindern unter 12 Jahren, außer im Falle von rheumatoider Arthritis bei Kindern (Still-Syndrom).

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Entzündungshemmende Mittel bzw. Schmerzmittel wie Ibuprofen können mit einem geringfügig erhöhten Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall einhergehen, insbesondere bei Anwendung in hohen Dosen. Überschreiten Sie die empfohlene Dosis oder Behandlungsdauer nicht.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Ibuprofen Sandoz einnehmen,

  • wenn Sie eine Herzerkrankung, einschließlich Herzschwäche (Herzinsuffizienz) bzw. Brustschmerzen (Angina pectoris) haben oder einen Herzinfarkt, eine BypassOperation, eine periphere arterielle Verschlusskrankheit (Durchblutungsstörungen in den Beinen oder Füßen aufgrund verengter oder verschlossener Schlagadern) oder einen Schlaganfall (einschließlich Mini-Schlaganfall oder transitorischer ischämischer Attacke, „TIA“) hatten.
  • wenn Sie Bluthochdruck, Zuckerkrankheit (Diabetes) oder einen hohen Cholesterinspiegel haben oder Herzerkrankungen oder Schlaganfälle in Ihrer Familienvorgeschichte vorkommen oder wenn Sie Raucher sind.
  • wenn Ihre Nieren- oder Leberfunktion oder Ihre Herzleistung vermindert ist, wenn Sie Arzneimittel einnehmen, die die Urinmenge erhöhen (Diuretika), oder bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck anwenden (AngiotensinKonversionsenzym-Hemmer, kurz ACE-Hemmer). Ihre Nierenfunktion muss überwacht werden. Ibuprofen Sandoz kann ein akutes Nierenversagen hervorrufen. Bei Anwendung des Arzneimittels bei Kindern und Jugendlichen mit Flüssigkeitsmangel (Dehydratation) besteht das Risiko eines Nierenversagens.
  • wenn Sie älter sind. Sie sind anfälliger für Nebenwirkungen, insbesondere im Bereich von Magen oder Darm. Darüber hinaus muss Ihre Nierenfunktion überwacht werden.
  • wenn Sie Magen- oder Darmprobleme haben. Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker über jedes ungewöhnliche Symptom. Ihr Arzt kann Ihnen dann eine Kombinationsbehandlung mit einem schützenden Arzneimittel verordnen.
  • wenn Ihre Blutgerinnung gestört ist. Ibuprofen Sandoz kann die Blutungszeit verlängern.
  • weil Ibuprofen Sandoz die Symptome einer Entzündung maskieren kann.
  • wenn Sie an Flüssigkeitsmangel (Dehydratation) leiden (dies gilt für Erwachsene und Kinder).
  • wenn Sie an Asthma, einer chronischen Entzündung der Nasenschleimhaut (Rhinitis) oder allergischen Erkrankungen leiden oder es bei Ihnen zum Zusammenziehen der Bronchien (Bronchospasmen) kam. Ibuprofen Sandoz kann ein Zusammenziehen der Bronchien, Nesselsucht oder eine Schwellung der Haut, der Lippen, der Zunge und des Rachens (Angioödem) verursachen..
  • wenn Sie eine bestimmte Erkrankung des Bindegewebes haben (z. B. Lupus). Es besteht ein erhöhtes Risiko für eine Entzündung der Hirn- und/oder Rückenmarkshäute ohne Infektion (aseptische Meningitis).
  • wenn Sie noch andere Arzneimittel anwenden, lesen Sie bitte auch den Abschnitt

„Einnahme von Ibuprofen Sandoz zusammen mit anderen Arzneimitteln“.

Fragen Sie Ihren Arzt um Rat, wenn einer der oben genannten Warnhinweise für Sie gilt oder in der Vergangenheit gegolten hat.

Einnahme von Ibuprofen Sandoz zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kürzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel anzuwenden.

Ibuprofen Sandoz kann andere Arzneimittel beeinträchtigen oder von diesen beeinträchtigt werden. Zum Beispiel andere Entzündungshemmer, einschließlich Acetylsalicylsäure (z. B. Aspirin).

Ohne ärztliche Empfehlung dürfen Sie Ibuprofen Sandoz nicht zusammen mit folgenden Arzneimitteln anwenden:

  • Arzneimittel, die gerinnungshemmend wirken (d. h. das Blut verdünnen/die Blutgerinnung verhindern, z. B. Aspirin/Acetylsalicylsäure, Warfarin, Ticlopidin)
  • Arzneimittel, die die Urinmenge erhöhen (Diuretika)
  • Arzneimittel, die hohen Blutdruck senken (ACE-Hemmer wie z. B. Captopril, Betablocker wie z. B. Atenolol, Angiotensin-II-Rezeptorantagonisten wie z. B. Losartan)
  • Arzneimittel gegen niedrigen Blutdruck
  • bestimmte Arzneimittel, die bei einer Funktionsstörung des Herzens angewendet werden (Herzglykoside)
  • Entzündungshemmende Arzneimittel, die Kortison ähneln (Kortikosteroide)
  • bestimmte Arzneimittel gegen Diabetes (blutzuckersenkende Sulfonylharnstoffe)
  • bestimmte Antibiotika (Chinolone, Aminoglykoside)
  • bestimmte Arzneimittel, die bei Depression oder zur Gewichtsabnahme angewendet werden (selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer, wie z.B Clopidrogrel und Ticlopidin)
  • Lithium (gegen Depression)
  • Phenytoin (gegen Epilepsie)
  • Methotrexat (gegen bestimmte Tumore)
  • Colestyramin (Arzneimittel, das die Blutfettwerte senkt)
  • Ciclosporin und Tacrolimus (gegen Abwehrreaktionen)
  • Mifepriston (zum freiwilligen Abbruch der Schwangerschaft)
  • Zidovudin (gegen AIDS)
  • Ginkgo biloba (pflanzliches Produkt)
  • bestimmte Arzneimittel, die die Fähigkeit der Leber vermindern, Arzneimittel zu verarbeiten, wie z. B. Voriconazol oder Fluconazol (Arzneimittel zur Behandlung von verschiedenen Pilzinfektionen)

Einige andere Arzneimittel können die Behandlung mit Ibuprofen Sandoz ebenfalls beeinträchtigen oder durch diese beeinträchtigt werden. Sie sollten daher vor der Anwendung von Ibuprofen Sandoz zusammen mit anderen Arzneimitteln immer den Rat Ihres Arztes oder Apothekers einholen.

Einnahme von Ibuprofen Sandoz zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Der Verzehr von Nahrungsmitteln oder Getränken hat keinen Einfluss auf die Wirkung dieses Arzneimittels.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Nehmen Sie dieses Arzneimittel nicht während der letzten 3 Schwangerschaftsmonate ein. Versuchen Sie die Einnahme dieses Arzneimittels während der ersten 6 Schwangerschaftsmonate zu vermeiden.

Die Anwendung von Ibuprofen Sandoz wird auch während der Wehen und der Entbindung nicht empfohlen.

Ibuprofen geht in die Muttermilch über.

Bis heute ist keine schädliche Wirkung beim Säugling bekannt. Demnach kann Ibuprofen zur kurzfristigen Behandlung mit der empfohlenen Dosis während des Stillens angewendet werden. Die Unschädlichkeit nach längerer Anwendung wurde nicht festgestellt. Wenden Sie sich an einen Arzt, wenn Sie Ibuprofen Sandoz während der Stillzeit häufiger als gelegentlich anwenden.

Ibuprofen gehört zu einer Arzneimittelklasse (nichtsteroidalen Entzundungshemmer oder AINS) , die die Fertilität bei der Frau vermindern kann. Diese Wirkung ist nach Absetzen des Arzneimittels reversibel. Es ist wenig wahrscheinlich, dass die gelegentliche Einnahme von Ibuprofen Ihre Chancen auf eine Schwangerschaft beeinträchtigt. Sie sollten jedoch Ihren Arzt oder Apotheker vor der Einnahme dieses Arzneimittels um Rat fragen, falls Sie Schwierigkeiten haben, schwanger zu werden.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Wenn Sie unter Schwindel, Schläfrigkeit oder Sehstörungen leiden, dürfen Sie kein Fahrzeug steuern und keine Maschinen bedienen.

Ibuprofen Sandoz kann Ihre Reaktionszeit beeinflussen. Seien Sie vorsichtig, wenn Sie ein Fahrzeug steuern oder Maschinen bedienen.

Wie ist Ibuprofen Sandoz einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Erwachsene und Kinder ab 12 Jahren

Entzündliche Gelenkerkrankungen:

Empfohlene Anfangsdosis: 1800 mg (3x 600 mg), Erhaltungsdosierung: 1200 mg (2x 600 mg).

Bei einer schweren Erkrankung (rheumatoide Arthritis, Spondylitis ankylosans) kann die Dosierung auf 2400 mg täglich (4 x 600 mg oder 3 x 800 mg) erhöht werden. Die Einzeldosis darf 800 mg nicht überschreiten.

Chirurgie, Zahnheilkunde und Entbindungen:

Bei Schmerzen infolge einer operativen Behandlung, nach einer Entbindung sowie nach einer operativen Behandlung im Mund- oder Zahnbereich wird eine Dosierung von 800 mg (1 x 800 mg) bis 1200 mg täglich (2x 600 mg) empfohlen.

Gynäkologie:

Bei Schmerzen während der Monatsblutung wird empfohlen, 1200 mg täglich über mehrere Einnahmen verteilt einzunehmen. Die Behandlung muss eingeleitet werden, sobald die Schmerzen beginnen oder am Tag davor. Meist genügt eine Behandlung über zwei bis drei Tage.

Fieber:

Eine Filmtablette zu 400 mg oder 2 Filmtabletten zu je 200 mg, zwei- bis dreimal täglich, höchstens jedoch 1200 mg täglich.

Traumatologie:

Je nach Schwere eine Anfangsdosierung von 3000 mg täglich (2x 600 mg morgens, 1x 600 mg mittags und 2x 600 mg abends) oder 2400 mg (1x 600 mg morgens und mittags und 2x 600 mg abends oder 3 x 800 mg über den Tag verteilt) über einige Tage. Diese Dosis wird danach schrittweise auf 1800 mg täglich (3x 600 mg) und bis auf eine Erhaltungsdosis von 1200 mg täglich (2x 600 mg) reduziert.

Kinder

Ibuprofen Sandoz Filmtabletten darf Kindern unter 12 Jahren nicht verabreicht werden, außer bei einer rheumatischen Erkrankung des Kindes (Still-Syndrom). Dann wird eine Tagesdosis von etwa 20 bis 40 mg/kg Körpergewicht, verteilt über 3 Einnahmen pro Tag, verabreicht.

Je nach Alter beträgt die Dosis:

  • 2 bis 6 Jahre: höchstens 600 mg täglich (3x 200 mg)
  • 7 bis 11 Jahre: höchstens 1200 mg täglich (3x 400 mg)
  • 12 bis 14 Jahre: höchstens 1800 mg täglich (3x 600 mg).

Die empfohlenen Dosen und die Behandlungsdauer dürfen nicht überschritten werden. Das Risiko eines Herzinfarkts (Myokardinfarkt) oder Schlaganfalls, das manchmal in Zusammenhang mit Ibuprofen Sandoz bestehen kann, steigt mit der Dosis und der Behandlungsdauer.

Art der Anwendung

Ibuprofen Sandoz muss während der Mahlzeit eingenommen werden.

Es wird empfohlen, einen Arzt um Rat zu fragen,

  • wenn der Patient einen empfindlichen Magen hat.
  • wenn die Symptome während einer kurzfristigen Anwendung anhalten oder schlimmer werden.

Ihr Arzt wird Ihnen sagen, wie lange Sie Ibuprofen Sandoz Filmtabletten einnehmen müssen. Brechen Sie die Behandlung nicht vorzeitig ab, weil die Symptome der Erkrankung sonst erneut auftreten könnten.

Wenn Sie eine größere Menge von Ibuprofen Sandoz eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie eine größere Menge von Ibuprofen Sandoz haben angewendet, kontaktieren Sie sofort Ihren Arzt, Ihren Apotheker oder das Antigiftzentrum (070/245.245).

Falls sie mehr Ibuprofen Sandoz eingenommen haben, als Sie sollten, oder falls Kinder aus Versehen das Arzneimittel eingenommen haben, wenden Sie sich immer an einen Arzt oder ein Krankenhaus in Ihrer Nähe, um eine Einschätzung des Risikos und Rat zur weiteren Behandlung zu bekommen.

Die Symptome können Übelkeit, Magenschmerzen, Erbrechen (möglicherweise auch mit Blut), Kopfschmerzen, Ohrsensausen, Verwirrung und Augenzittern umfassen. Bei hohen Dosen wurde über Schläfrigkeit, Brustschmerzen, Herzklopfen, Ohnmacht, Krämpfe (vor allem bei Kindern), Schwäche und Schwindelgefühle, Blut in Urin, Frieren und Atemprobleme berichtet.

Die andere Mögliche Symptome sind tiefer Schlafzustand, Koordinationsstörungen, Depression des zentralen Nervensystems, Depression des Atemsystems, Koma, Übersäuerung des Blutes, Absinken der Körpertemperatur unter den Normalwert, Wirkungen auf die Nieren, Darmblutungen und Atemstillstand.

Es liegen Berichte über eine toxische Wirkung auf das Herz, einschließlich niedrigen Blutdrucks, langsamen Herzschlags und beschleunigten Herzschlags, vor. Bei starker Überdosierung besteht die Möglichkeit von Nierenversagen und Leberschädigung.

Generell wurden nach Dosen unter 100 mg/kg bei Kindern und Erwachsenen keine Anzeichen oder Symptome einer Überdosierung festgestellt. Dennoch kann sich in bestimmten Fällen eine unterstützende Behandlung als notwendig erweisen.

Behandlung

Es gibt kein spezifisches Gegengift für Ibuprofen.

Wenn Sie die Einnahme von Ibuprofen Sandoz vergessen haben

Nehmen Sie die vergessene Dosis möglichst schnell ein.

Wenn Sie die Einnahme von Ibuprofen Sandoz abbrechen

Der Abbruch der Behandlung verursacht keine Nebenwirkungen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Brechen Sie die Behandlung ab und wenden Sie sich umgehend an Ihren Arzt, wenn die folgenden Nebenwirkungen bei Ihnen auftreten:

  • Geschwüre oder Blutungen von Magen oder Darm.
  • Schädigungen der Haut oder Schleimhäute oder andere Anzeichen einer allergischen Hautreaktion. Beispiele hierfür sind blasenbildende (bullöse) Dermatosen, die Brandwunden ähnelnde Hauterscheinungen hervorrufen (Stevens-Johnson-Syndrom und Lyell-Syndrom), eine Hauterkrankung, die mit einer Rötung und Zerstörung der oberflächlichen Hautschichten einhergeht (exfoliative Dermatitis), oder das Anschwellen von Haut, Lippen, Zunge und Rachen (Angioödem).

Diese Reaktionen sind sehr selten, aber schwerwiegend. Das Risiko, eine solche Reaktion zu entwickeln, ist zu Beginn der Behandlung am größten.

Die Nebenwirkungen, die am häufigsten beobachtet werden, sind Verdauungsstörungen und Durchfall.

Weitere mögliche Nebenwirkungen sind:

Im Allgemeinen

  • Kopfschmerzen
  • Schläfrigkeit
  • Schwindel, Benommenheit
  • Schlaflosigkeit, Angst, Depression, Nervosität, Verwirrtheit, emotionale Labilität
  • Müdigkeit

Allergien

  • Überempfindlichkeit, einschließlich Anaphylaxie (schwere Manifestation einer direkten Allergie)

Verdauungsstörungen

  • Erbrechen (von Blut), Übelkeit
  • Verstopfung
  • Bauchschmerzen oder Schmerzen im Oberbauch
  • Sodbrennen
  • Völlegefühl, Blähungen
  • Appetitminderung
  • Mundtrockenheit
  • Geschwüre im Mund
  • Blut im Stuhl
  • Entzündung von Magen, Darm, Speiseröhre oder, in sehr seltenen Fällen, der Bauchspeicheldrüse
  • Durchbruch (Perforation) von Magen oder Darm
  • Verschlimmerung bestimmter entzündlicher Erkrankungen von Magen oder Darm (z. B. Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa)

Herz und Blutgefäße

  • zu hoher oder zu niedriger Blutdruck
  • Herzschwäche
  • abnorme Kontraktionen des Herzens
  • leicht erhöhtes Risiko für Herzanfall (Myokardinfarkt) oder Schlaganfall

Blut

  • verminderte Anzahl von Blutplättchen, roten Blutkörperchen oder weißen Blutkörperchen
  • Störung der Blutgerinnung

Atmung

  • Asthma oder Verschlimmerung von Asthma
  • Atembeschwerden
  • Zusammenziehen der Bronchienmuskulatur (Bronchospasmen)

Leber und Nieren

  • Gelbsucht
  • abnorme Leberwerte
  • Leber- oder Nierenschädigung in unterschiedlicher Form (Funktionsminderung, Zellzerstörung, Entzündung, hepatorenales Syndrom)
  • Zunahme der Urinmenge
  • Blut im Urin
  • Auftreten von harnpflichtigen Substanzen im Blut
  • Entzündung der Harnblase

Haut und Haare

  • Juckreiz, Nesselsucht
  • rote Flecken, Rötung der Haut
  • Wahrnehmung von ungewöhnlichen Empfindungen auf der Haut
  • Haarausfall
  • Lichtempfindlichkeit
  • Es kann zu einer schweren Hautreaktion, bekannt als DRESS-Syndrom, kommen (Häufigkeit nicht bekannt). Die Symptome von DRESS umfassen Hautausschlag,Fieber, geschwollene Lymphknoten und eine Zunahme von Eosinophilen (einer Form der weissen Blutkörperchen).

Ohren und Augen

  • Ohrensausen, Hörverlust
  • Verlust des Sehvermögens, trockene Augen
  • Schädigung des Sehnervs

Sonstige Nebenwirkungen

  • Flüssigkeitseinlagerungen (Ödeme)
  • Entzündung der Nasenschleimhaut (Rhinitis)
  • Entzündung des Sehnervs
  • Entzündung der Hirn- und/oder Rückenmarkshäute ohne Infektion (aseptische Meningitis), mit Fieber und Koma. Diese Nebenwirkung ist bei Patienten mit Bindegewebserkrankungen (z. B. Lupus) wahrscheinlicher.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt über

Föderalagentur für Arzneimittel und Gesundheitsprodukte Abteilung Vigilanz
EUROSTATION II
Victor Hortaplein, 40/40
B-1060 BRUSSEL
Website: www.fagg-afmps.be
E-Mail: patientinfo@fagg-afmps.be anzeigen.
Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

Wie ist Ibuprofen Sandoz aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach EXP angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Ibuprofen Sandoz enthält

  • Der Wirkstoff ist: Ibuprofen.
  • Die sonstigen Bestandteile sind: mikrokristalline Cellulose, hochdisperses Siliciumdioxid, Natriumcarboxymethylcellulose, Magnesiumstearat, Methylhydroxypropylcellulose, Titandioxid (E 171), Macrogol 400 und Talk.

Wie Ibuprofen Sandoz aussieht und Inhalt der Packung

Ibuprofen Sandoz ist in Form teilbarer Filmtabletten erhältlich.

  • Ibuprofen Sandoz 600 mg Filmtabletten enthalten 600 mg Ibuprofen pro Filmtablette. Die Filmtabletten sind in einer PVC/Alu-Blisterpackung oder PP/Alu-Blisterpackung in Kartons zu je 20, 30, 50 oder 60 Filmtabletten verpackt.
  • Ibuprofen Sandoz 800 mg Filmtabletten enthalten 800 mg Ibuprofen pro Filmtablette. Die Filmtabletten sind in einer PVC/Alu-Blisterpackung oder PP/Alu-Blisterpackung in Kartons zu je 30 oder 60 Filmtabletten verpackt.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

Sandoz nv/sa

Telecom Gardens

Medialaan 40

B-1800 Vilvoorde

Hersteller

Salutas Pharma GmbH, Otto-von-Guericke-Allee 1, 39179 Barleben, Deutschland

LEK S.A., ul. Domaniewska 50 C, 02-672 Warszawa, Polen

Sandoz S.R.L., Str. Livezeni nr. 7A, 540472 Targu-Mures, Rumänien

LEK S.A., 16, Podlipie Str.; 95-010 Stryków, Polen

Zulassungsnummer

Ibuprofen Sandoz 600 mg Filmtabletten (PP/Alu-Blisterpackung): BE325202

Ibuprofen Sandoz 600 mg Filmtabletten (PVC/Alu-Blisterpackung): BE428373

Ibuprofen Sandoz 800 mg Filmtabletten (PP/Alu-Blisterpackung): BE325211

Ibuprofen Sandoz 800 mg Filmtabletten (PVC/Alu-Blisterpackung): BE428382

Art der Abgabe

Verschreibungspflichtig

Hersteller:
Salutas Pharma GmbH

 

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