Weitere Gebrauchsinformationen der Varianten von suprarenin

ATC CODE: C01CA24

Dieses Präparat ist rezeptpflichtig.

Suprarenin Ampullen

Was ist Suprarenin und wofür wird es angewendet?

Suprarenin enthält als Wirkstoff Epinephrin, das mit dem natürlich vorkommenden Hormon der Nebenniere, Adrenalin, identisch ist. Es wird eingesetzt, um bei einem starken Blutdruckabfall den Blutdruck wieder zu steigern. Bei Blutungen dient Suprarenin zur lokalen Gefäßverengung.

  • Suprarenin wird angewendet
  • bei Herz-Kreislauf-Stillstand (kardiopulmonale Reanimation)
  • bei Kreislaufversagen aufgrund einer schweren Überempfindlichkeitsreaktion (anaphylaktische Reaktion Stadium III oder IV) oder einem anaphylaktischen Schock
  • zur Behandlung beim septischen Schock (bei andauernd niedrigem Blutdruck trotz Volumenausgleich)
  • zur lokalen Gefäßverengung (z. B. bei Blutungen); Ausnahme: chirurgische Eingriffe am Auge oder am Ohr.

Was müssen Sie vor der Anwendung von Suprarenin beachten?

Suprarenin darf nicht angewendet werden,

wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Epinephrin, Natriummetabilsulfit oder einen der sonstigen Bestandteile von Suprarenin sind.

Suprarenin darf nicht durch Injektion (also nicht systemisch) angewendet werden.

wenn Sie an einer der beschriebenen Erkrankungen oder Beschwerden leiden:

  • Bluthochdruck
  • Schilddrüsenüberfunktion
  • Phäochromozytom (seltener Tumor der Nebenniere)
  • grüner Star (Engwinkelglaukom; eine Form von erhöhtem Augeninnendruck)
  • Vergrößerung der Prostata mit Restharnbildung
  • anfallsweise auftretendes Herzjagen
  • schneller unregelmäßiger Herzschlag (hochfrequente absolute Arrhythmie)
  • schwere Nierenfunktionsstörung
  • Erkrankungen der Herzkranzgefäße oder des Herzmuskels
  • Gefäßverkalkungen
  • Vergrößerung der rechten Herzkammer (Cor pulmonale).

Lokal darf Suprarenin nicht angewendet werden:

wenn Sie an einer der beschriebenen Erkrankungen oder Beschwerden leiden:

  • grüner Star (Engwinkelglaukom; eine Form von erhöhtem Augeninnendruck)
  • anfallsweise auftretendes Herzjagen
  • schneller unregelmäßiger Herzschlag (hochfrequente absolute Arrhythmie)
  • bei örtlichen Betäubungen im Endstrombereich, insbesondere von Fingern, Zehen, Penis, Nasenspitze.

Der Arzt wird entscheiden, ob die Anwendung von Suprarenin im Rahmen von Wiederbelebungsmaßnahmen oder zur Behandlung schwerer Überempfindlichkeits-reaktionen trotz Vorliegen einer Gegenanzeige gerechtfertigt ist.

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Suprarenin ist erforderlich

Suprarenin Ampullen enthalten Natriummetabisulfit. Diese Substanz kann in seltenen Fällen schwere Überempfindlichkeitsreaktionen und Bronchialkrämpfe (Bronchospasmen) hervorrufen. Insbesondere kann es bei Asthmapatienten zu Überempfindlichkeitsreaktionen kommen. Sie können sich als Erbrechen, Durchfall, keuchende Atmung, als akuter Asthmaanfall, Bewusstseinsstörung oder Schock äußern. Deshalb darf Suprarenin bei Patienten mit Sulfit-Überempfindlichkeit (häufig bei Asthmapatienten!) nicht angewendet werden.

Bei ungenügend eingestellter Zuckerkrankheit sowie bei erhöhtem Kalziumspiegel im Blut und Kaliummangel ist Vorsicht geboten, wenn Suprarenin durch Injektion (systemisch) verabreicht wird.

Lokal wird der Arzt Suprarenin nur nach sorgfältiger Abwägung von Nutzen und Risiko, in möglichst niedriger Dosierung und unter sorgfältiger Überwachung anwendenbei:

  • Bluthochdruck
  • Herzrhythmusstörungen mit Herzjagen
  • Schilddrüsenüberfunktion
  • Phäochromozytom (seltener Tumor der Nebenniere)
  • Erkrankungen der Herzkranzgefäße oder des Herzmuskels oder bei Herzinfarkt
  • schwerer Arterienverkalkung (insbesondere Arteriosklerose der Hirngefäße)
  • Vergrößerung der rechten Herzkammer (Cor pulmonale)
  • chronischen Lungenerkrankungen
  • einem bestimmten Herzklappenfehler (Mitralstenose)
  • schweren Nierenfunktionsstörungen
  • Vergrößerung der Prostata mit Restharnbildung.

Eine besonders enge Überwachung und Beschränkung auf die niedrigstmögliche Dosis ist erforderlich bei:

  • Patienten mit verstärkter Anfälligkeit für Nebenwirkungen von Suprarenin, z. B. Patienten, die gleichzeitig mit anderen Medikamenten behandelt werden, die die Wahrscheinlichkeit oder Schwere von Suprarenin-Nebenwirkungen erhöhen können (siehe unter „Bei Anwendung von Suprarenin mit anderen Arzneimitteln“).
  • Patienten, die im Falle von Nebenwirkungen besonders gefährdet wären, z. B. Kinder und Kleinkinder, alte Patienten, Patienten mit Zuckerkrankheit, Patienten mit bestimmten Elektrolytstörungen, z. B. Kaliummangel, vermehrtem Kalziumgehalt im Blut oder erniedrigtem pH-Wert im Blut.

Die Anwendung des Arzneimittels Suprarenin Ampullen kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.

Bei Anwendung von Suprarenin mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Da Suprarenin Ampullen Sulfit enthalten, darfder Arzt dieses Arzneimittel nicht mit anderen Arzneimitteln in einer Infusionsflasche oder Injektionsspritze mischen.

Folgende Arzneimittel und/oder Wirkstoffe können die Wirkung oder die Nebenwirkungen von Suprarenin verstärken:

Bei gleichzeitiger Anwendung von Narkosemitteln zum Einatmen (Enfluran, Isofluran, Halothan und andere), kann Herzjagen bis hin zum Kammerflimmern auftreten. Wird Suprarenin in solchen Fällen als Zusatz zu einem Lokalanästhetikum (Mittel zur örtlichen Betäubung) oder zur Blutstillung eingesetzt, muss der Arzt bestimmte Suprarenin-Höchstdosen beachten.

Bei gleichzeitiger Behandlung mit anderen sog. Sympathomimetika (z. B. bestimmte Mittel zur Asthmatherapie wie Orciprenalin) können sich die Wirkungen beider Arzneimittel addieren. Deshalb wird der Arzt im Allgemeinen nicht beide Mittel zugleich anwenden.

Folgende Mittel können den Abbau von Suprarenin verlangsamen und dadurch die Empfindlichkeit gegenüber Suprarenin erhöhen:

L-Thyroxin, Theophyllin, Oxytocin, Ornipressin, Carbazochrom, Herzglykoside, Parasympatholytika (z. B. Atropin), bestimmte Antihistaminika (z. B. Diphenhydramin, Chlorphenamin), tri- oder tetrazyklische Antidepressiva, Guanethidin, Reserpin, Levodopa, MAO-Hemmer und Hemmstoffe der Catechol-O-Methyltransferase (COMT) sowie Alkohol.

Folgende Arzneimittel und/oder Wirkstoffe können die Wirkung von Suprarenin abschwächen:

Alpharezeptorenblocker (z. B. Phenoxybenzamin) und Phenothiazine können die blutdrucksteigernde Wirkung aufheben. Sogenannte Betablocker können die Wirkung von Suprarenin auf das Herz und die Atemwege aufheben. Vor allem die Gabe von nicht selektiven Betablockern kann einen sehr starken Blutdruckanstieg (hypertensive Krise) mit darauf folgender langsamer Herzschlagfolge bis hin zum Herzstillstand auslösen.

Suprarenin kann die Wirkung anderer Arzneimittel verringern:

Suprarenin kann einen Blutzuckeranstieg bewirken und somit die Wirkung von blutzuckersenkenden Arzneimitteln abschwächen. Zusammen mit Suprarenin verabreichtes Thiamin (Vitamin B1) kann abgebaut werden.

Suprarenin kann die Wirkung anderer Arzneimittel verstärken:

Die Zugabe von Suprarenin zu Lokalanästhetika (Mittel zur örtlichen Betäubung) führt zu einer Verstärkung und Verlängerung der Wirkung dieser Medikamente.

Schwangerschaft und Stillzeit Schwangerschaft:

Bei Schwangeren wird der Arzt Suprarenin nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung, in möglichst niedriger Dosierung und unter sorgfältiger Überwachung anwenden.

Der Wirkstoff Epinephrin ist plazentagängig. Nebenwirkungen beim Ungeborenen sind bisher nicht bekannt geworden. Unter Umständen kann es jedoch zu einer verminderten lzentadurchblutung kommen. Darüber hinaus gibt es Hinweise, dass es auch zu einem Zusammenziehen der Gebärmutter und zur Verengung von Blutgefäßen der Gebärmutter kommen kann. Mit einer Wehenhemmung ist zu rechnen.

Stillzeit:

Epinephrin geht in die Muttermilch über. Da es aber beim Stillen vom Säugling kaum aufgenommen und zudem schnell wieder abgebaut wird, ist ein Abstillen nicht erforderlich.

Fragen Sie vor der Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Suprarenin

Suprarenin Ampullen enthalten Natriummetabisulfit als Antioxidans. Natriummetabisulfit kann in seltenen Fällen schwere Überempfindlichkeitsreaktionen und Bronchialkrämpfe (Bronchospasmen) hervorrufen (siehe „Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Suprarenin ist erforderlich“).

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Dosis, d. h. es ist nahezu „natriumfrei“.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Aufgrund der Anwendungsgebiete nicht zutreffend.

Wie ist Suprarenin anzuwenden?

Dosierung

Die folgenden Angaben gelten für Erwachsene, sofern nicht ausdrücklich Kinder bei den Dosierungsempfehlungen genannt werden.

Allgemeine Hinweise:

Unverdünnt darf Suprarenin nur zur subkutanen oder intramuskulären Injektion angewendet werden.

Intravenös, intraossär und endotracheal wird Suprarenin nur nach Verdünnen auf das Zehnfache angewendet. Hinweise zur Verdünnung siehe unter „Art der Anwendung“.

Herz-Kreislauf-Stillstand (kardiopulmonale Reanimation)

Die Maßnahmen bei einer Reanimation sollten entsprechend international anerkannten gültigen Notfall-Guidelines erfolgen.

Erwachsene:

1 ml Suprarenin wird auf das Zehnfache verdünnt (siehe allgemeine Hinweise weiter oben). Davon injiziert man 10 ml (= 1 mg Epinephrin) intravenös. Wiederholung nach jeweils 3 bis 5 Minuten, falls nötig.

Wenn keinintravenöser Zugang gelegt werden kann, kann dieselbe Dosis in gleicher Verdünnung auch intraossär verabreicht werden.

Säuglinge und Kinder:

1 ml Suprarenin wird auf das Zehnfache verdünnt (siehe allgemeine Hinweise weiter oben). Bei Kindern und Säuglingen injiziert man als Initialdosis 0,01 mg/kg Körpergewicht (= 0,1 ml/kg Körpergewicht einer Lösung 1:10.000) intravenös oder intraossär oder instilliert 0,1 mg/kg Körpergewicht (= 0,1 ml/kg Körpergewicht einer Lösung 1:1.000) in 3 bis 5 ml physiologischer Kochsalzlösung endotracheal. Bei Erfolglosigkeit alle 3 bis 5 Minuten wiederholen. Gegebenenfalls kann bei persistierender Erfolglosigkeit die Einzeldosis auf 0,1 mg/kg Körpergewicht intravenös oder intraossär erhöht werden. Nach Wiederherstellung eines spontanen Kreislaufs gibt man bei nicht beeinflussbarer Bradykardie 0,1 bis 1,0 μg/kg KG/min als Dauerinfusion, wobei sich die Dosierung streng nach dem klinischen Erfolg richtet.

Anaphylaktischer Schock

Die i. v. Gabe von Adrenalin ist möglich, aber die i. m. Injektion ist zu bevorzugen.

Erwachsene:

1 ml Suprarenin wird auf das Zehnfache verdünnt (siehe allgemeine Hinweise weiter oben). Davon injiziert man 1 ml (= 0,1 mg Epinephrin) langsam intravenös unter Puls- und Blutdruckkontrolle (Cave: Herzrhythmusstörungen!). Die Gabe von Suprarenin kann nach einigen Minuten wiederholt werden bis zur Stabilisierung des Kreislaufs.

Kinder:

Die i. m. Gabe stellt die bevorzugte Applikationsart von Adrenalin dar. Eine i. v. Gabe ist unter entsprechendem Monitoring möglich.

Suprarenin wird auf das Zehnfache verdünnt i. v. angewendet. Es wird nach Wirkung titriert, ein Ansprechen wird ab 0,001 mg/kg KG i. v. (= 1 μg, entspricht 0,01 ml/kg KG der verdünnten Lösung) erwartet. Die i. v. Injektion soll langsam über 1 bis 2 Minuten erfolgen, eine Einzeldosis darf 0,05 mg nicht überschreiten. Falls notwendig Wiederholung alle 15 bis 20 Minuten (auch endotracheale oder intraossäre Applikation möglich). Bei wiederholten Gaben kommt alternativ auch eine Dauerinfusion mit 0,05 bis 0,5 μg/kg KG/min infrage.

Schwere anaphylaktische Reaktionen (Stadium III und IV)

Die i. v. Gabe von Adrenalin ist möglich, die i. m. Injektion ist zu bevorzugen.

1 ml Suprarenin wird auf das Zehnfache verdünnt (siehe „Art der Anwendung“).

Erwachsene:

Bei schweren anaphylaktischen Reaktionen wird 0,1 mg Epinephrin langsam intravenös injiziert (auch die endotracheale Applikation ist möglich). Diese Dosis kann in Abständen von initial 1 bis 2 Minuten, später 5 bis 10 Minuten wiederholt werden. Bei schweren Verläufen ist eine hämodynamische Stabilisierung manchmal durch eine Dauerinfusion von Epinephrin in einer Dosierung von 0,05 bis 0,5 μg/kg KG/min zu erreichen.

Kinder:

Die i. m. Gabe stellt die bevorzugte Applikationsart von Adrenalin dar. Eine i. v. Gabe ist unter entsprechendem Monitoring möglich.

Suprarenin wird auf das Zehnfache verdünnt i. v. angewendet. Es wird nach Wirkung titriert, ein Ansprechen wird ab 0,001 mg/kg KG i. v. (= 1 μg, entspricht 0,01 ml/kg KG der verdünnten Lösung) erwartet. Die i. v. Injektion soll langsam über 1 bis 2 Minuten erfolgen, eine Einzeldosis darf 0,05 mg nicht überschreiten.

Falls notwendig, kann diese Dosis alle 15 bis 20 Minuten wiederholt werden (die Applikation kann auch endotracheal oder intraossär erfolgen). Sollten wiederholte Gaben notwendig sein, kann man Epinephrin auch als Dauerinfusion von 0,05 bis 0,5 μg/kg KG/min intravenös geben.

Intramuskuläre Injektion:

Suprarenin kann ohne weitere Verdünnung (1:1.000) auch intramuskulär gegeben werden, vor allem wenn keine notärztliche Versorgung möglich ist. Hierbei ist jedoch zu berücksichtigen, dass aufgrund der lokalen Vasokonstriktion Suprarenin langsamer resorbiert wird und eine geringere Bioverfügbarkeit besteht.

Erwachsene:

Es werden 0,3–0,5 ml Suprarenin (= 0,3–0,5 mg Epinephrin) intramuskulär (z. B. in den M. vastus lateralis) injiziert; die intramuskuläre Injektion kann nach 15 bis 20 Minuten wiederholt werden.

Ferner kann Suprarenin auch subkutan injizert werden (Cave: Risiko lokaler Vasokonstriktion).

Kinder:

Die empfohlene Dosierung für Kinder liegt bei 0,01 mg/kg Körpergewicht, bis maximal 0,3 mg intramuskulär.
12–18 Jahre: 0,3–0,5 ml (0,3–0,5 mg) Epinephrin
6–12 Jahre: 0,25 ml (0,25 mg) Epinephrin
6 Monate – 6 Jahre: 0,12 ml (0,12 mg) Epinephrin
< 6 Monate: 0,05 ml (0,05 mg) Epinephrin

Im septischen Schock, bei persistierender Hypotonie trotz Volumensubstitution

Suprarenin kann im septischen Schock dann indiziert sein, wenn durch ausreichende Volumensubstitution keine hämodynamische Stabilisierung zu erreichen ist. Hierzu wird Suprarenin am besten kontinuierlich intravenös mittels Perfusor appliziert. Die Dosierung richtet sich nach der hämodynamischen Situation und liegt zwischen 0,014 und 0,28 μg/kg KG/min. Praktisch bedeutet dies, dass z. B. bei einer Dosis von 0,1 μg/kg KG/min und einem Körpergewicht von 60 kg 1 ml Suprarenin im Verlauf von 3 Stunden appliziert wird. Eine individuelle Einstellung der Infusionsgeschwindigkeit unter fortlaufender Puls- und Blutdruckkontrolle bis zur Stabilisierung des Kreislaufs ist erforderlich.

Hinweis:

Volumenmangel und Azidose sind vor der Anwendung von Suprarenin möglichst auszugleichen.

Lokale Blutstillung

Zur Blutstillung bei lokalen, schwer beherrschbaren Blutungen wird mit einem Watte- oder Gazetupfer tamponiert. Der Tupfer sollte mit nicht mehr als 10 Tropfen der auf das Zehnfache verdünnten Lösung (maximal 0,05 mg Epinephrin) getränkt werden.

Oto-Rhino-Laryngologie:

Bei blutenden Mittelohrpolypen, bei Operationen in der Nase und am Kehlkopf verwendet man eine auf das Zehnfache verdünnte Lösung (1:10.000). Bei schwerer Epistaxis wird bis zum Sistieren der Blutung ein mit der zehnfach verdünnten Lösung getränkter Gazestreifen eingelegt.

Nephrologie:

Bei Blutungen der Harnröhre instilliert man einige Milliliter der auf das Zehnfache verdünnten Lösung. Bei Blasenblutungen und vor operativen Eingriffen verwendet man 100–150 ml der auf das Zehn- bis Fünfzigfache verdünnten Lösung zur Blasenspülung.

Art der Anwendung

Suprarenin darf nicht intraarteriell angewendet werden.

Intravenös, intraossär und endotracheal wird Suprarenin nur nach Verdünnen auf das Zehnfache angewendet.

Unverdünnt darf Suprarenin nur zur subkutanen oder intramuskulären Injektion angewendet werden.

Hierbei ist jedoch zu berücksichtigen, dass aufgrund der lokalen Vasokonstriktion Suprarenin langsamer resorbiert wird und eine geringere Bioverfügbarkeit besteht. Die intramuskuläre Gabe weist hierbei im Vergleich zum subkutanen Applikationsweg die bessere Bioverfügbarkeit auf.

Ferner kann Suprarenin als Tampon oder Spüllösung lokal appliziert werden. Suprarenin wird Spülflüssigkeiten tropfenweise zugesetzt.

Nach jeder periphervenös applizierten Dosis sollten ca. 20 ml einer Spülflüssigkeit (0,9 % Kochsalzlösung) injiziert werden. Nach jeder intraossär verabreichten Medikamentengabe sollte ebenfalls ein Bolus 0,9 % Kochsalzlösung injiziert werden, um die Verteilung in die zentrale Zirkulation zu ermöglichen.

Herstellung einer 0,01 %igen Epinephrin-Lösung (= Verdünnen von Suprarenin auf das Zehnfache):

1 ml Suprarenin wird mit 9 ml isotonischer Natriumchloridlösung verdünnt; abhängig vom Anwendungsgebiet kann auch Wasser zu Injektionszwecken geeignet sein. Man erhält 10 ml 0,01 %ige Epinephrinlösung (0,1 mg Epinephrin/ml).

Dauer der Anwendung

Die Anwendungsdauer von Suprarenin ist kurz, entsprechend der akuten klinischen Situation, zum Beispiel bei Reanimation, Schockbehandlung und Blutstillung.

Wenn Sie eine größere Menge von Suprarenin angewendet haben, als Sie sollten

Bei Überdosierung treten Beschwerden auf, die durch eine allgemeine Verengung der Blutgefäße hervorgerufen werden.

Systemisch: Blutdruckanstieg; blasse bis blassgraue, kalte, schlecht durchblutete Haut; schneller Herzschlag, Kreislaufzentralisation, Atemnot, Schwindel, Ohnmacht, Kammerflimmern, Atemlähmung, Flüssigkeitsansammlung in der Lunge (Lungenödem). Insbesondere bei älteren Patienten können aus dem Blutdruckanstieg Blutungen im Gehirn oder andere Blutungen und Lähmungen (Hemiplegie) resultieren. Bei Nekrosen (abgestorbenem Gewebe) im Herzmuskel können Anzeichen von Herzversagen und Herzrhythmusstörungen auftreten. Weiters kann es zu Nierenversagen, bestimmten Stoffwechselstörungen (metabolischer Azidose) und Lungenödem kommen.

Lokal: Zunächst weiß verfärbte Hautbezirke entlang der Infusionsvene, später ausgedehnte und tief greifende Hautnekrosen.

Informationen für den Arzt zur Behandlung einer Überdosierung befinden sich am Ende dieser Gebrauchsinformation.

Wenn Sie die Anwendung von Suprarenin vergessen haben

Wenn eine Anwendung aus medizinischen Gründen ausgesetzt wurde, wird Ihr Arzt nicht die Dosis erhöhen, sondern die Behandlung mit der geeigneten Dosis fortsetzen.

Wenn Sie die Behandlung von Suprarenin abbrechen

Wenn die Behandlung vorzeitig abgebrochen wird, ist der Erfolg der Behandlung in Gefahr. Die ursprünglichen Beschwerden können wiederum auftreten. Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann Suprarenin Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Herz

Verminderte Herzdurchblutung, Schädigung des Herzmuskels, erhöhte Herzschlagfolge, Herzrhythmusstörungen bis hin zum Kammerflimmern/Herzstillstand, Herzklopfen, akute Schmerzen im Brustkorb (Angina pectoris).

Nervensystem

Schwindel, Kopfschmerzen, Schwäche, Zittern, Krampfanfälle, Unsicherheitsgefühl, Ruhelosigkeit, Nervosität.

Augen

Pupillenerweiterung.

Haut

Blässe, Schwitzen.

Lunge

Atemnot, Flüssigkeitsansammlung in der Lunge.

Magen-Darm-Trakt

Vermehrter Speichelfluss, Übelkeit, Erbrechen.

Nieren

Verminderte oder fehlende Harnausscheidung, Schwierigkeiten beim Harnlassen.

Bewegungsapparat

Muskelkrämpfe.

Stoffwechsel und Ernährung

Erhöhung des Blutzuckerspiegels, Störungen des Säure-Basen-Haushalts, Erniedrigung des Kalium- oder Magnesiumspiegels im Blut.

Blutgefäße

Verengung der Blutgefäße, insbesondere im Bereich der Haut, der Schleimhäute und der Nieren; Kältegefühl in den Gliedmaßen, Blutdruckanstieg (unter Umständen stark und mit Gefahr von Hirnblutungen).

Lokale Reaktionen

Gewebsuntergang aufgrund einer Mangeldurchblutung im Anwendungsgebiet (z. B. an der Haut), insbesondere bei (versehentlicher) Gabe neben ein Blutgefäß.

Immunsystem

Aufgrund des Gehaltes an Natriummetabisulfit kann es, insbesondere bei Asthmapatienten, zu Überempfindlichkeitsreaktionen kommen, die sich als Erbrechen, Durchfall, keuchende Atmung, akuter Asthmaanfall, Bewusstseinsstörungen oder Schock äußern können.

Psychische Störungen

Angst, Halluzinationen, psychotische Zustände.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Nebenwirkungen auftreten, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie ist Suprarenin aufzubewahren?

Im Kühlschrank lagern (2 °C–8 °C). In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Werden die Ampullen innerhalb der Laufzeit aus dem Kühlschrank genommen und anschließend bei Raumtemperatur (25 °C) gelagert, verkürzt sich die Restlaufzeit auf maximal 6 Monate, wobei das Verfalldatum der Packung nicht überschritten werden darf. Danach ist die jeweilige Packung zu verwerfen. Daher ist das Datum der Entnahme aus dem Kühlschrank auf der Originalverpackung und auf dem Etikett der Ampulle einzutragen.

Epinephrin wird durch Luftsauerstoff abgebaut. Dieser Abbau wird durch Licht, Schwermetallspuren und alkalisch reagierende Lösungen beschleunigt. Zum Schutz davor ist Suprarenin mit Inertgas überlagert und enthält Sulfit als Antioxidans.

Aus Suprarenin hergestellte verdünnte Lösungen sind innerhalb von 24 Stunden zu verbrauchen.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Weitere Informationen

Was Suprarenin enthält

Der Wirkstoff ist: Epinephrinhydrochlorid.

1 ml Suprarenin-Lösung enthält 1,2 mg Epinephrinhydrochlorid, entsprechend 1,0 mg Epinephrin (Adrenalin, linksdrehend) in der Konzentration 0,1 % („1:1.000“) in isotonischer Lösung.

Die sonstigen Bestandteile sind:Natriummetabisulfit (E 223), Natriumchlorid, Natriumhydroxid, Salzsäurelösung (10 %) zur pH-Werteinstellung, Wasser für Injektionszwecke.

Wie Suprarenin aussieht und Inhalt der Packung

Farblose Glasampullen mit klarer, farbloser Lösung.

Packungsgrößen: 5 Glasampullen zu je 1 ml Injektionslösung.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer
sanofi-aventis GmbH
Leonard-Bernstein-Straße 10
A-1220 Wien

Hersteller

Sanofi-Aventis Deutschland GmbH
Brüningstraße 50
D-65926 Frankfurt am Main

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt genehmigt im April 2011.

Hersteller:
Sanofi
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