Weitere Gebrauchsinformationen der Varianten von reactine

ATC CODE: R06AE07
WIRKSTOFF: Cetirizin

Reactine 10 mg Filmtabletten

Was ist Reactine und wofür wird es angewendet?

Cetirizindihydrochlorid ist der Wirkstoff von Reactine. Reactine ist ein Antiallergikum.

Bei Erwachsenen und Kindern ab einem Alter von 6 Jahren ist Reactine angezeigt zur:

  • Linderung von Nasen- und Augensymptomen bei saisonaler und ganzjähriger allergischer Rhinitis.
  • Linderung von chronischer Nesselsucht (chronischer idiopathischer Urtikaria).

Was sollten Sie vor der Einnahme von Reactine beachten?

Reactine darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie eine schwere Nierenkrankheit haben (schwere Einschränkung der Nierenfunktion mit einer Kreatinin-Clearance unter 10 ml/min)
  • wenn Sie allergisch sind gegen den Wirkstoff von Reactine oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile, oder wenn Sie allergisch sind gegen Hydroxyzin oder andere Piperazin- Derivate (eng verwandte Wirkstoffe anderer Arzneimittel)
  • wenn Sie an den hereditären Problemen der Galactoseintoleranz, Lapp-Laktasemangel oder Glucose- Galactose-Malabsorption leiden

Warnhinweise und Vorsichtsmaβnahmen

Wenn Sie an einer eingeschränkten Nierenfunktion leiden, fragen Sie bitte Ihren Arzt um Rat; wenn nötig, werden Sie eine niedrigere Dosis einnehmen. Ihr Arzt wird die neue Dosis festlegen.

Wenn Sie Epilepsiepatient sind oder bei Ihnen ein Krampfrisiko besteht, fragen Sie bitte Ihren Arzt um Rat.

Es wurden keine Wechselwirkungen mit auffälligen Auswirkungen zwischen Alkohol (bei einem Blutspiegel von 0,5 Promille, entspricht etwa einem Glas Wein) und Cetirizin in normalen Dosierungen beobachtet. Wie bei allen Antihistaminika wird jedoch empfohlen, die gleichzeitige Einnahme von Alkohol zu meiden.

Die Anwendung von Reactine beeinflusst das Ergebnis von Allergiehauttests. Teilen Sie darum Ihrem Arzt mit, wenn bei Ihnen ein Allergiehauttest durchgeführt wird.

Einnahme von Reactine zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker wenn Sie andere Arzneimittel anwenden bzw. vor kurzem angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Auf Grund der Eigenschaften von Cetirizin werden keine Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln erwartet.

Einnahme von Reactine zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Nahrungsmittel haben keinen merklichen Einfluss auf die Aufnahme von Cetirizin.

Schwangerschaft, Stillzeit und Zeugungs-/Gebärfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.Wie bei anderen Arzneimittel auch, sollte die Einnahme von Reactine bei Schwangeren vermieden werden. Die versehentliche Einnahme des Arzneimittels durch Schwangere sollte nicht zu gesundheitschädlichen Auswirkungen beim Fötus führen. Dennoch sollte die Einnahme des Arzneimittels beendet werden.

Sie sollten Reactine nicht während der Stillzeit einnehmen, da Cetirizin in die Muttermilch übergeht.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

In klinischen Studien führte Reactine in der empfohlenen Dosis zu keinen Zeichen einer Beeinträchtigung von Aufmerksamkeit, Wachsamkeit und Fahrtüchtigkeit.

Wenn Sie eine Teilnahme am Straßenverkehr, Arbeiten ohne sicheren Halt oder das Bedienen von Maschinen beabsichtigen, sollten Sie nicht mehr als die empfohlene Dosis anwenden. Sie sollten Ihre Reaktion auf das Arzneimittel aufmerksam beobachten.

Wenn Sie empfindlich reagieren, werden Sie möglicherweise bemerken, dass die gleichzeitige Einnahme von Alkohol oder anderen Mitteln, die das zentrale Nervensystem dämpfen, Ihre Aufmerksamkeit und Ihr Reaktionsvermögen zusätzlich beeinträchtigen.

Reactine enthält Lactose. Bitte nehmen Sie Reactine erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

Wie ist Reactine einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau nach der mit Ihrem Arzt oder Apotheker getroffenen Absprache ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind. Bitte befolgen Sie diese Anweisungen, da Reactine sonst möglicherweise nicht richtig wirken kann.

Die Tabletten sollen unzerkaut mit einem Glas Flüssigkeit eingenommen werden.

Erwachsene und Jugendliche über 12 Jahre

10 mg einmal täglich als 1 Tablette

Kinder zwischen 6 bis 12 Jahre

5 mg zweimal täglich als eine halbe Tablette zweimal täglich

Patienten mit mittelschwer bis schwerer Nierenschwäche

Patienten mit mittelschwerer Nierenschwäche wird die Einnahme von 5 mg einmal täglich empfohlen.

Wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Reactine zu schwach oder zu stark ist, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.

Dauer der Einnahme

Die Einnahmedauer ist abhängig von der Art, Dauer und dem Verlauf Ihrer Beschwerden und wird von Ihrem Arzt festgelegt.

Wenn Sie eine größere Menge von Reactine eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie meinen, dass Sie eine Überdosis von Reactine eingenommen haben, teilen Sie dies bitte Ihrem Arzt, Apotheker oder die Giftnotrufzentrale (070/245.245) mit. Ihr Arzt wird dann entscheiden, welche Maßnahmen gegebenenfalls zu ergreifen sind.

Nach einer Überdosierung können die unten beschriebenen Nebenwirkungen mit erhöhter Intensität auftreten. Über unerwünschten Wirkungen wie Verwirrtheit, Durchfall, Schwindel, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Unwohlsein, Pupillenerweiterung, Juckreiz, Ruhelosigkeit, Sedierung, Schläfrigkeit, Benommenheit, beschleunigter Herzschlag, Zittern und Harnverhalt wurde berichtet.

Wenn Sie die Einnahme von Reactine vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch Reactine Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem Patienten auftreten müssen.

Über folgende Nebenwirkungen wurde seit Markteinführung berichtet. Die Häufigkeiten von Nebenwirkungen sind wie folgt definiert: Häufig: mehr als 1 von 100 Behandelten und weniger als 1 von 10 Behandelten, gelegentlich: mehr als 1 von 1.000 Behandelten und weniger als 1 von 100 Behandelten, selten: mehr als 1 von 10.000Behandelten und weniger als 1 von 1.000 Behandelten, sehr selten: weniger als 1 von 10.000

Behandelten, nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar.

  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems: Sehr selten: Thrombozytopenie (geringe Anzahl an Blutplättchen)
  • Körper als Ganzes: Häufig: Müdigkeit
  • Herzerkrankungen: Selten: Tachykardie (zu schneller Herzschlag)
  • Augenerkrankungen: Sehr selten: Akkommodationsstörungen, verschwommenes Sehen, Okulogyration (unkontrollierbare kreisende Bewegung der Augen)
  • Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts: Häufig: Mundtrockenheit, Übelkeit, Durchfall Gelegentlich: Bauchschmerzen
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort: Gelegentlich: Asthenie (extreme Müdigkeit), Unwohlsein Selten: Ödeme (Schwellungen)
  • Erkrankungen des Immunsystems: Selten: allergische Reaktionen, einige davon schwerwiegend (sehr selten)
  • Leber- und Gallenerkrankungen: Selten: abnorme Leberfunktion
  • Untersuchungen: Selten: Gewichtszunahme
  • Erkrankungen des Nervensystems: Häufig: Schwindel, Kopfschmerzen Gelegentlich: Parästhesie (Mißempfindungen auf der Haut) Selten: Konvulsionen Sehr selten: Synkope, Tremor, Dysgeusie (veränderter Geschmackssinn), Bewegungsstörungen, Störung der Muskelanspannung (Dystonie) Nicht bekannt: Gedächtnisverlust, Gedächtnisstörung
  • Psychiatrische Erkrankungen: Häufig: Schläfrigkeit Gelegentlich: Erregung Selten: Aggression, Verwirrtheit, Depression, Halluzination, Schlaflosigkeit Sehr selten: Tic
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege: Sehr selten: abnorme Harnausscheidung- Erkrankungen der Atemwege: Häufig: Pharyngitis, Rhinitis
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes: Gelegentlich: Juckreiz, Ausschlag Selten: Urtikaria Sehr selten: Ödem, fixes Arzneimittelexanthem

Bei den ersten Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion müssen Sie die Einnahme mit Reactine beenden. Ihr Arzt wird dann über den Schweregrad und über eventuell erforderliche Maßnahmen entscheiden.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt über die Föderalagentur für Arzneimittel und Gesundheitsprodukte, Abteilung Vigilanz, Eurostation II, Victor Hortaplein 40/40, B-1060 Brussel (www.fagg-afmps.be; patientinfo@faggafmps. be) anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

Wie ist Reactine aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Für dieses Arzneimittel sind keine besondere Lagerungsbedingungen erforderlich.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Blisterpackung nach EXP angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Reactine enthält

  • Der Wirkstoff von Reactine ist Cetirizindihydrochlorid. 1 Filmtablette enthält 10 mg Cetirizindihydrochlorid.
  • Die sonstigen Bestandteile sind mikrokristalline Cellulose, Lactose, Macrogol 400, Magnesiumstearat, Hypromellose (E464), hochdisperses Siliciumdioxid, Titandioxid (E 171).

Wie Reactine aussieht und Inhalt der Packung

Weiße, längliche Filmtablette mit Bruchkerbe und Y-Y-Logo.

Packungen mit 7 oder 21 Tabletten.

Pharmazeutischer Unternehmer

Johnson & Johnson Consumer NV/SA
Antwerpseweg 15-17

Hersteller

UCB Pharma SpA
Via Praglia N.15
I – 10044 Pianezza (Torino)
Italien

Zulassungsnummer:

BE150491

Abgabe

Apothekenpflichtig.

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im : 12/2013

Hersteller:
UCB Pharma GmbH

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PZN02152240 (rezeptfrei)
DarreichungsformTabletten
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
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