Weitere Gebrauchsinformationen der Varianten von inderal

ATC CODE: C07AA05

Dieses Präparat ist rezeptpflichtig.

Inderal 40 mg - Filmtabletten

Was ist Inderal und wofür wird es angewendet?

Inderal enthält als Wirkstoff Propranolol-Hydrochlorid, der zur Gruppe der Betarezeptorenblocker gehört und die Wirkung von Stresshormonen (Adrenalin, Noradrenalin) auf Zielorgane hemmt. Durch Stressabschirmung des Herzens wird der Sauerstoffverbrauch des Herzens reduziert, ein erhöhter Blutdruck gesenkt und unter anderem bestimmten Herzrhythmusstörungen entgegengewirkt.

Nach der Einnahme einer Filmtablette tritt die maximale Wirkung nach 1 bis 2 Stunden ein.

Inderal wird angewendet

Erwachsene:

  • bei Bluthochdruck
  • bei Angina pectoris (unzureichende Durchblutung der Herzkranzgefäße mit anfallsartigem Engegefühl in der Brust)
  • zur vorbeugenden Langzeitbehandlung nach einem Herzinfarkt
  • zur vorbeugenden Behandlung der Migräne
  • bei funktionellen Herzbeschwerden (hyperkinetisches Herzsyndrom)
  • bei bestimmten Herzrhythmusstörungen (Tachyarrhythmien)
  • als Zusatztherapie bei Angst oder Angstzuständen (Angst-Tachykardie)
  • bei Zitterkrankheit (essentieller Tremor)
  • als Zusatzbehandlung bei Schilddrüsenüberfunktion
  • bei einer bestimmten Tumorerkrankung der Nebenniere (Phäochromozytom – nur in Kombinationstherapie mit Alpharezeptorenblocker)
  • zur vorbeugenden Behandlung von Blutungen aus Krampfadern der Speiseröhre verursacht durch hohen Blutdruck im Leberkreislauf (Pfortaderhochdruck), wenn eine Verödung nicht möglich ist (unter strenger Überwachung durch Fachabteilungen)

Kinder und Jugendliche:

  • ausschließlich bei bestimmten Herzrhythmusstörungen (Tachyarrhythmien)

Was müssen Sie vor der Einnahme von Inderal beachten?

Inderal darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) sind gegen Propranolol-Hydrochlorid, gegen andere Arzneimittel dieser Art (sogenannte Beta-Rezeptoren-Blocker) oder gegen einen der sonstigen Bestandteile von Inderal.
  • wenn Sie an bestimmten Herzrhythmusstörungen (AV-Block II. und III. Grades, Sick-Sinus-Syndrom sowie höhergradigem sinuatrialem Block) leiden und keinen Herzschrittmacher haben.
  • bei deutlich verlangsamtem Puls (weniger als 50 Schläge pro Minute).
  • bei nicht behandelter Herzmuskelschwäche
  • wenn Sie an Prinzmetal Angina (Sonderform der Angina pectoris) leiden.
  • bei Schock.
  • bei niedrigem Blutdruck (unter 90 mmHg systolisch).
  • bei hohem Blutdruck im Lungenkreislauf (pulmonale Hypertonie).
  • bei bestimmten Lungenerkrankungen mit Verengung der Atemwege (Asthma bronchiale, chronisch obstruktive Atemwegserkrankungen).
  • wenn Sie gleichzeitig mit bestimmten Arzneimitteln gegen Depressionen (MAO-Hemmer) behandelt werden.
  • wenn Sie gleichzeitig mit bestimmten Calciumantagonisten (blutdrucksenkende Medikamente wie Verapamil und Diltiazem) behandelt werden.
  • nach langem Fasten.
  • bei Harnvergiftung (Urämie).
  • bei Übersäuerung des Blutes (metabolische Azidose).
  • wenn Sie an schweren Durchblutungsstörungen der Gliedmaßen leiden.
  • wenn Sie zu Unterzuckerung (niedriger Blutzuckerspiegel) neigen.
  • bei unbehandeltem Phäochromozytom (Tumor der Nebenniere).

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Inderal ist erforderlich,

  • wenn Sie an Herzschwäche leiden
  • bei Durchblutungsstörungen der Gliedmaßen; diese können durch Inderal verstärkt werden.
  • bei Beendigung der Therapie (ganz besonders, wenn Sie an Durchblutungsstörungen des Herzens leiden). Inderal darf nicht abrupt abgesetzt werden.
  • Die entsprechende Dosierung kann vom behandelnden Arzt mit einem anderen Betablocker ersetzt werden, oder Inderal wird schrittweise abgesetzt.
  • Wenn Sie Inderal gleichzeitig mit Clonidin (blutdrucksenkendes Medikament) erhalten haben; dann sollte zuerst Inderal langsam abgesetzt und erst einige Tage später Clonidin schrittweise reduziert werden.
  • wenn Sie an bestimmten Herzrhythmusstörungen (AV-Block I. Grades) leiden; es ist eine besonders sorgfältige ärztliche Überwachung erforderlich.
  • wenn Sie an Zuckerkrankheit leiden. Durch Inderal kann die Blutzucker senkende Wirkung von Insulin verlängert werden. Die Blutzuckerwerte sind in kürzeren Abständen zu überwachen. Inderal verursacht in einigen Fällen zu niedrigen Blutzucker, sogar bei nicht zuckerkranken Patienten, z.B. Neugeborenen, Kleinkindern, Kindern, älteren Patienten, Patienten mit Nierenversagen (die dialysiert werden) oder Patienten mit chronischen Lebererkrankungen.
  • Inderal kann die üblichen Reaktionen auf zu niedrigen Blutzucker (z.B. rascher Herzschlag, Schweißausbruch,…) verändern.

Bei sehr niedrigem Blutzuckerspiegel kann eine Überdosierung zu Anfällen und Bewusstseinsverlust führen.

Bei Patienten mit einer Schilddrüsenüberfunktion können die Symptome einer massiven Überfunktion (sehr schneller Herzschlag, Zittern) durch gleichzeitige Einnahme von Inderal verborgen bleiben.

Inderal verringert aufgrund seiner pharmakologischen Wirkung die Herzfrequenz. Sollten bei Ihnen Beschwerden wie Schwindel oder Kollaps mit kurzfristiger Bewusstlosigkeit auftreten, soll die Dosis vom behandelnden Arzt verringert werden

Betarezeptorenblocker können die Empfindlichkeit gegenüber Allergie auslösenden Substanzen und die Schwere von Überempfindlichkeitsreaktionen erhöhen. Deshalb ist besondere Vorsicht geboten, wenn Sie früher schon schwere Überempfindlichkeitsreaktionen hatten. Besondere Vorsicht ist auch geboten unter einer Desensibilisierungstherapie (Behandlung bei Neigung zu allergischen Reaktionen).

Bei eingeschränkter Leber- und Nierenfunktion und bei älteren Patienten ist eine besonders sorgfältige ärztliche Überwachung erforderlich.

Bei Patienten mit Pfortaderhochdruck kann sich die Leberfunktion verschlechtern und es kann sich eine hepatische Enzephalopathie (Funktionsstörung des Gehirns, die durch eine unzureichende Entgiftungsfunktion der Leber entsteht) entwickeln.

Die Anwendung von Inderal zur vorbeugenden Behandlung von Blutungen aus der Speiseröhre wegen Krampfadern darf nur vom Facharzt im Krankenhaus erfolgen.

Sollten Sie sich einer Operation unterziehen müssen, ist der Anästhesist über die Einnahme von Inderal zu informieren.

Kommt es zur anfallsartigen Verengung der Atemwege, müssen entsprechende Gegenmittel (Bronchodilatatoren) verabreicht werden.

Die Verwendung von Inderal bei Kindern mit Arrhythmien (Herzrhythmusstörungen) ist möglich, die individuelle Dosierung muss jedoch vom Arzt besonders sorgfältig durch allmähliche Dosiserhöhung festgesetzt werden.

Sollten Sie an einem Phäochromozytom (Tumor der Nebenniere) leiden, darf Inderal grundsätzlich nur zusammen mit anderen Medikamenten (Alpha-Rezeptorenblocker) genommen werden.

Sollten Sie oder jemand in Ihrer Familie an Schuppenflechte leiden oder gelitten haben, sollte die Anwendung von Inderal - Filmtabletten nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung erflgen.

Sollten sie Leistungssport betreiben, informieren Sie ihren Arzt, da das Arzneimittel bei bestimmten Sportarten bei Wettkampfkontrollen nicht nachweisbar sein darf. Die Anwendung von Inderal kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.

Wenn Sie Kontaktlinsen tragen, kann Ihnen die verminderte Tränenproduktion durch Inderal das Tragen unangenehm machen.

Wenn Sie Raucher sind, kann die Wirkung von Propranolol abgeschwächt sein. Andererseits kann die Wirkung bei gleichbleibender Dosis stärker werden, wenn Sie aufhören zu rauchen. In diesem Fall verständigen Sie Ihren Arzt.

Informieren Sie Ihren Arzt, falls während der Behandlung Nebenwirkungen auftreten, falls Sie schwanger werden oder stillen. Die Behandlung darf nicht eigenmächtig, sondern nur nach Rücksprache mit dem Arzt beendet werden, wobei Inderal langsam über mehrere Tage ausgeschlichen werden soll.

Bei Einnahme von Inderal mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Wechselwirkungen können auftreten bei gemeinsamer Einnahme von Inderal und

  • Präparaten gegen Zuckerkrankheit,
  • Präparaten gegen Herzrhythmusstörungen wie Disopyramid, Quinidin, Amiodaron, Chinidin, Propafenon,
  • Herzglykosiden
  • Blutdrucksenkern wie Nitropräparaten, Verapamil, Diltiazem, Nifedipin, Reserpin, alpha-Methyldopa, Guanfacin oder Clonidin,
  • Adrenalin,
  • Präparaten zur Neutralisation bzw. Verminderung der Magensäure (z.B. Cimetidin),
  • Hydralazin (Gefäßerweiterungsmittel) ,
  • Präparaten gegen Migräne (z.B. Rizatriptan, Ergotamine) ,
  • entzündungshemmenden bzw. schmerzstillenden Medikamenten (z.B. Indometacin, Ibuprofen und Dextropropoxyphen) ,
  • das Nervensystem beeinflussenden Arzneimitteln (z.B. Schlaf- und Beruhigungsmittel sowie manche Antidepressiva),
  • Narkosemitteln (Äther, Cyclopropan, Trichlorethylen und Lidocain),
  • bestimmten Medikamenten gegen Depressionen (MAO-Hemmer),
  • Muskel entspannenden Präparaten (z.B. Suxamethonium, Tubocurarin),
  • Fettsenkern wie Cholestyramin,
  • Medikamenten zur Malariaprophylaxe,
  • Medikamenten gegen Infektionen (z.B. Rifampicin),
  • Medikamenten gegen Asthma (z.B. Theophyllin),
  • Warfarin (bestimmtes Blutverdünnungsmittel).

Schwangerschaft und Stillzeit

Inderal darf während der Schwangerschaft und Stillperiode nur in unbedingt notwendigen Fällen und nur auf Anordnung des Arztes eingenommen werden. Informieren Sie daher Ihren Arzt über eine mögliche oder bestehende Schwangerschaft und teilen Sie ihm mit, wenn Sie stillen.

Das Stillen nicht empfohlen, da Inderal in die Muttermilch übergeht.

Die Risiken beinhalten eine mögliche Wehenauslösung bei der Mutter, Kleinwuchs und langsamen Herzschlag beim ungeborenen Kind, sowie zu niedrigen Blutzuckerspiegel, zu langsamen Herzschlag und verminderte Atemtätigkeit beim Neugeborenen.

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Bei Einnahme von Inderal zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken.

Es wird empfohlen, die Filmtabletten vor den Mahlzeiten mit ausreichend Flüssigkeit (vorzugsweise Leitungswasser) einzunehmen. Die gleichzeitige Gabe von Alkohol kann den Plasmaspiegel von Inderal beeinflussen.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.

Inderal kann durch die individuell auftretenden unterschiedlichen Reaktionen insbesondere zu Behandlungsbeginn, bei Präparatewechsel und in Zusammenwirkung mit Alkohol, die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigen.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Inderal

Dieses Arzneimittel enthält Lactose (Milchzucker). Bitte nehmen Sie Inderal erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.

Wie ist Inderal einzunehmen?

Nehmen Sie Inderal immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Die Filmtabletten sind unzerkaut vor den Mahlzeiten mit ausreichend Flüssigkeit (vorzugsweise Leitungswasser) einzunehmen.

Bei Dosierungen, die mit Inderal 40 mg - Filmtabletten nicht möglich sind, ist auf Inderal 10 mg - Filmtabletten zurückzugreifen.

Die Dosierung ist dem individuellen Bedarf des Patienten schrittweise anzupassen. Eine Dosissteigerung ist in mehrtägigen bis mehrwöchigen Intervallen möglich.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis bei

Bluthochdruck:

Verteilt auf 2 bis 3 Einzeldosen sollten anfangs 80 - 120 mg täglich genommen werden, nach einer Woche kann auf 160 - 240 mg täglich gesteigert werden. Die übliche Dosierung liegt zwischen 160 und 320 mg täglich, die Tageshöchstdosis darf 640 mg nicht überschreiten. Propranolol ist nicht geeignet zur Notfalltherapie (hypertensive Krise)!

Angina pectoris, Migräne, Angstzustände, Zitterkrankheit (essentieller Tremor):

Verteilt auf 2 bis 3 Einzeldosen anfangs 40 - 120 mg täglich, Steigerung in wöchentlichen Abständen. Bei Migräne, Angstzuständen und Tremor sind 80 - 160 mg täglich ausreichend, bei Angina pectoris liegt die optimale Dosis meist bei 120 - 240 mg täglich. Die Tageshöchstdosis darf bei Angstsyndrom und Tremor 160 mg, bei Migräne 240 mg und bei Angina pectoris 320 mg nicht überschreiten.

Bestimmte Herzrhythmusstörungen, Angst-Tachykardie, funktionelle Herzbeschwerden, Überfunktion der Schilddrüse:

Mit 30 - 120 mg täglich - verteilt auf 3 bis 4 Einzeldosen - ist in den meisten Fällen ein ausreichender Erfolg zu erzielen. Dosissteigerungen in Einzelfällen auf 160 mg täglich.

Nach Herzinfarkt:

Die Behandlung sollte zwischen dem 5. und 21. Tag nach dem Infarkt mit 160 mg täglich - aufgeteilt auf 4 Einzeldosen für 2 bis 3 Tage - begonnen werden. Zur Vereinfachung der Anwendung kann die Gesamttagesdosis danach - aufgeteilt auf 2 Einzeldosen (2 x 80 mg täglich) - eingenommen werden.

Phäochromozytom:

Propranolol darf grundsätzlich nur zusammen mit einem Alpharezeptorenblocker gegeben werden. Vor der Operation: 3 Tage lang 60 mg täglich, verteilt auf mehrere Einzeldosen. Wenn keine Operation erforderlich ist: 30 mg täglich, aufgeteilt auf 3 Einzeldosen.

Krampfadern der Speiseröhre verursacht durch hohen Blutdruck im Leberkreislauf (Pfortaderhochdruck):

Anfangs 80 mg täglich - aufgeteilt auf 2 Einzeldosen - bis 160 mg täglich - aufgeteilt auf 2 Einzeldosen. Die Tageshöchstdosis soll 320 mg täglich - aufgeteilt auf 2 Einzeldosen - nicht überschreiten. Die Dosissteigerung erfolgt in Abhängigkeit von der Verträglichkeit.

Dosierung bei Kindern:

Inderal kann unter bestimmten Umständen für die Behandlung von Kindern mit Arrhythmien (Herzrhythmusstörungen) angewendet werden. Die Dosierung wird von Ihrem Arzt an Alter und Gewicht Ihres Kindes angepasst.

Dosierung bei älteren Patienten, eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion:

Die Dosierung wird Ihnen Ihr Arzt entsprechend Ihrem Ansprechen auf die Behandlung mit Inderal individuell empfehlen.

Wenn Sie eine größere Menge von Inderal eingenommen haben, als Sie sollten,

verständigen Sie sofort einen Arzt, der weitere therapeutische Schritte einleiten wird.

Anzeichen oder Beschwerden bei einer Überdosierung können sein: Zu langsamer Puls, schwerer Blutdruckabfall (Schwarzwerden vor den Augen, Schwindelgefühl), Herzschwäche, Schock, Herzstillstand, Atembeschwerden, krampfartige Verengung der Atemwege, Erbrechen, Bewusstseinsstörungen und gelegentlich auch Krampfanfälle.

Für den Arzt:

Zur Therapie bei Überdosierung finden Sie Hinweise am Ende dieser Gebrauchsinformation!

Wenn Sie die Einnahme von Inderal vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben, sondern setzen Sie die Einnahme in gewohnter Weise fort.

Wenn Sie die Einnahme von Inderal abbrechen

Die Behandlung darf nicht eigenmächtig, sondern nur nach Rücksprache mit dem Arzt beendet werden, wobei Inderal langsam über mehrere Tage ausgeschlichen werden soll. Entsprechende Dosierungsvorschreibungen erhalten Sie von Ihrem Arzt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann Inderal Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Die Häufigkeit der unerwünschten Wirkungen wird wie folgt eingeteilt:

Häufig: betrifft 1 bis 10 Behandelte von 100
Gelegentlich: betrifft 1 bis 10 Behandelte von 1.000
Selten: betrifft 1 bis 10 Behandelte von 10.000
Sehr selten: betrifft weniger als 1 Behandelten von 10.000
Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Die folgenden möglichen Nebenwirkungen wurden mit Inderal berichtet:

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Selten: Verminderung von Blutplättchen Sehr selten: Mangel oder sehr starke Verminderung an weißen Blutkörperchen vorübergehender Anstieg bestimmter weißer Blutkörperchen (transiente Eosinophilie)

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Sehr selten: Verschlechterung einer Zuckerkrankheit, Veränderung bestimmter Blutfettwerte (Verminderung des HDL-Cholesterins, Anstieg der Triglyceride) Unbekannt: Erniedrigte Blutzuckerspiegel bei Neugeborenen, Kleinkindern und Kindern, älteren Patienten, Patienten mit chronischem Nierenversagen (Dialysepatienten) oder Zuckerkranken aber auch bei länger dauerndem Fasten und bei Patienten mit chronischer Lebererkrankung, Krampfanfälle bedingt durch den erniedrigten Blutzuckerspiegel bei Neugeborenen, Kleinkindern und Kindern

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig: Schlafstörungen, Albträume, insbesondere zu Behandlungsbeginn: Schwindel, Verwirrtheit Gelegentlich: Muskelschwäche Selten: Stimmungsschwankungen, Verwirrtheit, Psychosen oder Wahnvorstellungen
(nach zu raschem Absetzen), Missempfindungen Sehr selten: Verschlechterung einer bestimmten krankhaften Muskelschwäche (Myastenia gravis), Kopfschmerzen, depressive Verstimmungen

Augenerkrankungen

Selten: Trockene Augen, Sehstörungen Sehr selten: Bindehautentzündung

Herzerkrankungen

Häufig: Langsamerer Herzschlag, Blutdruckabfall, Kollaps, Herzklopfen, Herzrhythmusstörungen, Verschlechterung einer Herzschwäche

Gefäßerkrankungen

Häufig: Kalte Finger und Zehen, Taubheitsgefühl und -Krämpfe in den Fingern, gefolgt von Wärmegefühl und Schmerz (Raynaud-Phänomen) Selten: Verschlechterung von Durchblutungsstörungen in den Gliedmaßen

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mittelfells

Selten: Anfallsartige Verengung der Atemwege oder Verschlechterung von Atembeschwerden bei Asthmatikern (Fälle mit tödlichem Ausgang sind beschrieben)

Erkrankungen des Magen-Darmtrakts

Gelegentlich: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder Verstopfung Selten: Mundtrockenheit

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Häufig: Allergische Hautreaktionen: Rötung, Juckreiz, Ausschlag, Haarausfall Selten: kleinste rote Hautflecken (Purpura), großflächiger Haarverlust, Schuppenflechte-artige Hautreaktionen (auch nach Jahren), Verschlechterung einer Schuppenflechte Sehr selten: vermehrtes Schwitzen

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Sehr selten: Muskelschmerzen, Muskelkrämpfe bei Langzeitbehandlung: Gelenkerkrankung

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Sehr selten: Verschlechterung der Nierenfunktion bei schweren Nierenfunktionsstörungen

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und Brustdrüse

Sehr selten: Libido- und Potenzstörungen

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Häufig: Müdigkeit und/oder Abgeschlagenheit (oft vorübergehend) Selten: Benommenheit

Blutuntersuchungen

Sehr selten: Anstiegbzw. Erhöhung bestimmter Blutwerte (GOT, GPT, ANA)

Ein Absetzen des Arzneimittels (auch wegen oben genannter Reaktionen) sollte erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt und im Allgemeinen schrittweise erfolgen.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie ist Inderal aufzubewahren?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Nicht über 30 °C lagern. Trocken lagern. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Blisterstreifen angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.

Weitere Informationen

Was Inderal 40 mg enthält

Der Wirkstoff ist: Propranolol. 1 Filmtablette enthält: 40 mg Propranolol-Hydrochlorid.
Die sonstigen Bestandteile sind:
Bestandteile des Tablettenkerns:
Lactose
Gelatine
Magnesiumstearat

Bestandteile der Tablettenhülle:
Hypromellose
Glycerol
Titandioxid E171

Wie Inderal 40 mg aussieht und Inhalt der Packung

Weiße, runde, bikonvexe Filmtabletten mit der Prägung „INDERAL 40“ auf der einen Seite und einer Bruchkerbe auf der anderen Seite. Packungsgrößen: 20 und 50 Stück Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.

Die Bruchkerbe dient nur zum Teilen der Tablette für ein erleichtertes Schlucken und nicht zum Aufteilen in gleiche Dosen.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer
AstraZeneca Österreich GmbH, A-1037 Wien, Schwarzenbergplatz 7, Österreich
Tel.: (+43 1) 711 31 - 0
Fax: (+43 1) 711 31 - 221
E-mail: info.at@astrazeneca.com

Hersteller

Corden Pharma GmbH, Otto-Hahn-Straße, D-68723 Plankstadt, Deutschland

AstraZeneca, Parc Industriel Pompelle, Chemin de Vrilly, Box 1050, 51689, Reims, Cedex 2

FrankreichDiese Gebrauchsinformation wurde zuletzt genehmigt im 03/2011.

Hersteller:
Corden Pharma GmbH
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