ATC CODE: B05XA01

Kaliumchlorid-Lösung 7,46% Infusionslösungskonzentrat

Was ist Kaliumchlorid-Lösung 7,46% und wofür wird es angewendet?

Stoff- oder Indikationsgruppe

Elektrolytkonzentrat. 1 ml enthält: K+ 1 mmol Cl- 1 mmol

Anwendungsgebiete

Kaliummangelzustände, insbesondere bei hypochlorämischer Alkalose.

Was ist vor der Anwendung von Kaliumchlorid-Lösung 7,46% zu beachten?

Gegenanzeigen

Absolute Gegenanzeigen: Erhöhter Kaliumgehalt des Blutes (Ausnahme: Dia- betisches Koma).
Relative Gegenanzeigen: Störungen der Nierenfunktion. V orsicht bei Hyperchlorämie.

Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung und Warnhinweise

Kontrollen des Serumionogramms und des Säuren-Basen-Haushalts sind erforderlich. Auf intravenöse Anwendung ist zu achten, da eine paravenöse Zufuhr höher Nekrosen führen kann. Die Infusion von Kalium im Rahmen einer Korrekturtherapie sollte grundsätzlich nur mit Hilfe von Infusionspumpen erfolgen.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln

Kaliumsparende Diuretika und Aldosteron-Antagonisten können zusammen mit Kaliumchlorid zu erhöhtem Kaliumgehalt des Blutes (Hyperkaliämie) führen. Bei gleichzeitiger Gabe vonSuxamethonium und Kalium können erhebliche Hyperkaliämien ausgelöst werden, die sich ihrerseits negativ auf den Herzrhythmus auswirken können.

Schwangerschaft und Stillzeit

Gegen eine Anwendung in der Schwangerschaft und Stillzeit bestehen bei entsprechender Indikation keine Bedenken.

Wie ist Kaliumchlorid-Lösung 7,46% anzuwenden?

Dosierungsanleitung

Die Dosierung erfolgt entsprechend den Analysenwerten des Serumionogramms und des Säuren-Basen-Status. Ein Kaliumdefizit errechnet sich nach folgender Formel: Kaliumdefizit (mmol) = kg KG x 0,2 x 2 (4,5 - Serumkalium) (Das extrazelluläre Volumen errechnet sich aus KG in kg x 0,2).

Maximale Infusionsgeschwindigkeit: 20 mmol K+ pro Stunde (entspr. ca. 0,3 mmol K+/ kg KG / Stunde).

Maximale Tagesdosis: 2-3 mmol K+/ kg KG / Tag.

Art der Anwendung

Das Konzentrat darf nicht unverdünnt, sondern nur als Zusatz zu Infusionslösungen verwendet werden.

Überdosierung

Überdosierung kann einen erhöhten Kaliumgehalt des Blutes (Hyperkaliämie) zur Folge haben, insbesondere bei gleichzeitiger Azidose oder Niereninsuffizienz. Symptome eines erhöhten Kaliumgehaltes sind Schwäche, Lähmungserscheinungen und vor allem kardiovaskuläre Störungen mit typischen Veränderungen im EKG. Bei schwerer Hyperkaliämie kann es zuHerzrhythmusstörungen, Kammerflimmern und Herzstillstand kommen.

Therapie: 10 %ige Calciumgluconat-Lösung langsam intravenös infundieren, Infusion von Glucose mit Insulin, Diuresesteigerung. Einsatz von Kationenaustauschern, ggf. Azidoseausgleich mit Natriumhydrogencarbonat. Bei vitaler Indikation ist eine Dialyse erforderlich.Bei Fragen zur Anwendung des Arzneimittels ist der Arzt oder Apotheker zu befragen.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Als Nebenwirkungen können auftreten:

  • Azidose
  • Hyperchlorämie
  • Übelkeit
  • Herzrhythmusstörungen bei zu schneller Infusion.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

Zusätzlicher Hinweis für Fachkreise:

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

Wie ist Kaliumchlorid-Lösung 7,46% aufzubewahren?

Nach Ablauf des auf dem Behältnis und der äußeren Umhüllung angegebenen Verfalldatums nicht mehr verwenden! Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren! Nach Anbruch des Behältnisses sofort verwenden! Nur klare Lösungen in unversehrten Behältnissen verwenden.

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Weitere Informationen

Zusammensetzung

1000 ml enthalten: Arzneilich wirksame Bestandteile: Kaliumchlorid 74,56 g Sonstige Bestandteile: Wasser für Injektionszwecke Theor. Osmolarität: 2000 mOsm/l pH-Wert: 4,5 - 7,5

Darreichungsform

Darreichungsform: Infusionslösungskonzentrat. Glasflasche zu 50, 100 und 250 ml.

Pharmazeutischer Unternehmer / Hersteller

SERAG-WIESSNER GmbH & Co. KG
Zum Kugelfang 8 - 12
95119 Naila
Telefon (0 92 82) 93 70
Telefax (0 92 82) 937 93 69

Stand der Information November 2013.

Hersteller:
SERAG-WIESSNER GmbH & Co. KG

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