ATC CODE: S01EC01

Dieses Präparat ist rezeptpflichtig.

Glaupax 250mg Tabletten

Was sind Glaupax Tabletten und wofür werden sie angewendet?

Glaupax Tabletten sind ein Glaukommittel, das einen Carboanhydrase-Hemmstoff enthält. Glaupax Tabletten werden angewendet:

  1. Glaupax Tabletten werden als zusätzliches Arzneimittel in Kombination mit anderen Augeninnendruck senkenden, lokal angewendeten Arzneimitteln (außer Carboanhydrase-Hemmern) empfohlen, wenn die Monotherapie mit diesen Arzneimitteln oder eine andere nebenwirkungsärmere lokale Therapie keine ausreichende Senkung des Augeninnendrucks erzielt hat, oder wenn eine lokale Therapie nicht durchführbar ist.
  2. In diesen Fällen sind Glaupax® Tabletten zur Behandlung des primären chronischen Weitwinkelglaukoms (Offenwinkelglaukoms) der präoperativen Kurzzeitbehandlung des akuten Winkelblockglaukoms zusammen mit Miotika und Osmotika, zur Behandlung von Sekundärglaukom, sowie nach Katarakt- und Glaukomoperationen zu empfehlen um einem Anstieg des Augeninnendrucks vorzubeugen.

Was müssen Sie vor der Einnahme von Glaupax® Tabletten beachten?

GLAUPAX TABLETTEN dürfen nicht eingenommen werden

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen einen Bestandteil von Glaupax® Tabletten sind (Sulfonamidallergie),
  • bei erniedrigtem Natrium- und Kaliumspiegel im Serum,
  • bei Übersäuerung des Blutes (Azidose) aufgrund einer erhöhten Chloridkonzentration,
  • bei schweren Nieren- und Lebererkrankungen,
  • bei Nebenniereninsuffizienz,
  • bei Hyperkalziurie (gesteigerter Kalziumausscheidung),
  • bei Nephrokalzinose (Ablagerung von Kalksalzen im Nierengewebe),
  • bei Schwangerschaft und während der Stillzeit.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von GLAUPAX TABLETTEN ist erforderlich

Bei Langzeittherapie mit Acetazolamid ist der Kaliumspiegel zu kontrollieren.

Kinder und ältere Menschen

Eine Behandlung mit Glaupax® Tabletten ist bei Kindern und älteren Patienten (> 65 Jahren) sorgfältig abzuwägen, da bisher noch keine spezifischen Erfahrungen mit diesen Patienten vorliegen. Eine Anwendung von Acetazolamid bei Kindern kann Wachstumsverzögerungen hervorrufen.

Bei Anwendung von GLAUPAX® 250mg TABLETTEN mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden bzw. vor kurzem angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt. Bei Glaukompatienten, die mit Acetazolamid behandelt werden, tritt bei zusätzlicher Anwendung eines Betablockers oder von Pilocarpin eine Wirkungsverstärkung auf. Infolge des Kaliumverlustes können die Wirkungen und die Nebenwirkungen von Herzglykosiden verstärkt werden. Bei gleichzeitiger Einnahme von Salicylaten kommt es zur Verstärkung der metabolischen Acidose. Bei Einnahme von Antihypertonika verstärkt Acetazolamid die blutdrucksenkende Wirkung. Die kardio- und neurotoxische Wirkung von Lithium in höherer Dosierung wird verstärkt. Bei Einnahme von Ciclosporin ist eine Erhöhung des Ciclosporin-Blutspiegels möglich. Bei Einnahme von Phenytoin erhöht sich die Phenytoin-Serumkonzentration durch Beeinflussung des Phenytoinmetabolismus. Wenn Sie Primidon einnehmen, wird die Serumkonzentration von Primidon und dessen Abbauprodukten durch eine verringerte Aufnahme über den Verdauungstrakt vermindert. Glucocorticoide erhöhen die Kaliumausscheidung. Eine äußerliche oder innerliche Glucocorticoid-Therapie kann den Augeninnendruck erhöhen, so dass die Acetazolamidwirkung abgeschwächt wird. Die Wirkung von Antidiabetika wird abgeschwächt. Beachten Sie bitte, dass diese Angaben auch für vor kurzem angewandte Arzneimittel gelten können.

Schwangerschaft und Stillzeit

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Wegen keimschädigender Wirkung im Tierversuch (Ratte, Maus, Hamster) soll Acetazolamid in der Schwangerschaft und Stillzeit nicht eingenommen werden.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Es sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich.

Wie sind Glaupax Tabletten einzunehmen?

Nehmen Sie Glaupax Tabletten immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind. Zum Einnehmen

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis: Bei primärem chronischem Weitwinkelglaukom, Sekundärglaukom und nach Katarakt- und Glaukom ope - ration ½ bis 1 Tablette (125–250 mg) Glaupax 250mg Tabletten ein- bis zweimal täglich einnehmen. Bei einem akuten Glaukom anfall mit 2 Tabletten (500 mg) Glaupax® beginnen und dann alle 4 Stunden ½ bis 1 Tablette einnehmen. Die Dosis wird entsprechend dem intraokularen Druckverlauf allmählich reduziert. Die Tabletten werden mit Flüssigkeit in der Regel zu den Mahlzeiten eingenommen.

Wie lange sollten Sie GLAUPAX TABLETTEN einnehmen?

Die Dauer der Anwendung bestimmt der behandelnde Arzt. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Glaupax® Tabletten zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine größere Menge von GLAUPAX TABLETTEN eingenommen haben, als Sie sollten

Bei Verdacht auf eine Überdosierung mit Glaupax® Tabletten benachrichtigen Sie bitte umgehend Ihren Arzt. Dieser kann entsprechend der Schwere einer Überdosierung über die gegebenenfalls erforderlichen
Maßnahmen entscheiden.

Wenn Sie die Einnahme von GLAUPAX TABLETTEN vergessen haben

Wurde die Anwendung einmal vergessen, holen Sie diese so bald wie möglich nach und halten Sie sich dann wieder an Ihr reguläres Dosierschema. Werden Glaupax® Tabletten nicht entsprechend der Dosierungsanleitung eingenommen oder häufiger vergessen, ist der Behandlungserfolg in Frage gestellt.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel können Glaupax® Tabletten Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Mögliche Nebenwirkungen von Glaupax® Tabletten können sein:

Häufig (weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten):

Den ganzen Körper betreffende Nebenwirkungen: Nebenwirkungen, die aber in den meisten Fällen nach mehrtägiger Behandlung wieder abklingen wie Hautkribbeln und Taubheitsgefühl (Parästhesien), Appetitlosigkeit, Leistungsabfall, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen, Geschmacksstörungen. Übersäuerung (metabolische Azidose), Ataxie, Kopfschmerzen, Schwindel, Blutdrucksenkung, Mundtrockenheit, Muskelverspannungen, Waden krämpfe, vermehrter Harndrang.

Gelegentlich (weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1000 Behandelten):

Nebenwirkungen am Auge: Vorübergehende Kurzsichtigkeit. Den ganzen Körper betreffende Nebenwirkungen: Störungen des Elektrolythaushaltes (Kalium, Kalzium, Natrium, Magnesium, Chlorid), Hyperkalziurie, nach längerer Behandlungsdauer Verwirrtheit und Depressionen, Ohrgeräusche und Hörgeräusche.

Selten (weniger als 1 von 1000, aber mehr als 1 von 10.000 Behandelten):

Den ganzen Körper betreffende Nebenwirkungen: Agranulozytose, Kalziumphosphat-Steinbildung (Nephrolithiasis), vermehrte Atembeschwerden bei Patienten mit Herz- oder Lungenkrankheiten.

Sehr selten (weniger als 1 von 10.000 Behandelten, aber einschließlich Einzelfälle):

Den ganzen Körper betreffende Nebenwirkungen: Sulfonamidnebenwirkungen wie Hautausschlag (Exanthem), Störungen des Blutflusses der kleinsten Blutgefäßsysteme (thrombozytopenische Purpura),
Erkrankungen oder Schädigungen der Nieren, Blutbildveränderungen und Leberfunktionsstörungen, Fieber, erhöhte Lichtempfindlichkeit (Photosensibilisierung), allergische (anaphylaktische) Sofortreaktion
bis hin zum Schock.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker sofort, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation
angegeben sind.

Wie sind Glaupax Tabletten aufzubewahren?

Nicht über 25° C lagern. Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren. Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Blister nach „verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.

Weitere Informationen

Was enthalten GLAUPAX TABLETTEN

Der Wirkstoff ist: Acetazolamid 1 Tablette enthält 250 mg Acetazolamid. Die weiteren Bestandteile sind: Maisstärke, Calciumhydrogenphosphat-Dihydrat, Gelatine, Glycerol 85 %, Povidon K30, Mikrokristalline
Cellulose, Alginsäure, Talkum, Magnesiumstearat (Ph.Eur.).

Wie GLAUPAX TABLETTEN aussehen und Inhalt der Packung

Glaupax Tabletten sind weiße runde Tabletten mit Bruchrille auf einer Seite. Glaupax® Tabletten sind in Packungen mit 10, 30 (N1), 40, 60 (N2) und 100 (N3) Tabletten erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer

OmniVision GmbH, Lindberghstraße 7, 82178 Puchheim, Telefon: +49 (0)89 / 84 07 92-30, Telefax: +49 (0)89 / 84 07 92-40, E-Mail: info@omnivision-pharma.com

Hersteller

Weimer Pharma GmbH, Im Steingerüst 30, 76437 Rastatt

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt genehmigt im: 02/2011.

Hersteller:
Weimer Pharma GmbH
Auf dieser Seite finden Sie Gebrauchsinformationen für medizinische Produkte und Medikamente. Die Informationen stammen von den Produktherstellern selbst – wir haben sie lediglich zusammengetragen. Der Besuch dieser Webseite kann nicht den Arzt ersetzen.