Artelac ml Augentropfen enthält 3,20 mg Hypromellose
1 Was ist Artelac® und wofür wird es angewendet?
Artelac® ist ein Tränenersatzmittel, Kontaktlinsenbenetzungsmittel.
Anwendungsgebiete
Zur symptomatischen Behandlung von Austrocknungserscheinungen der Horn- und Bindehäute (Trockenes Auge) durch Tränensekretions- und Tränenfunktionsstörungen infolge lokaler oder systemischer Erkrankungen sowie bei mangelndem oder unvollständigem Lidschluss, was sich z. B. in Augenbrennen, Fremdkörpergefühl und Lichtscheu bei Wind, Hitze und Ermüdung äußern kann. Zur Benetzung und Nachbenetzung von harten Kontaktlinsen.
2 Was müssen Sie vor der Anwendung von Artelac® beachten?
Gegenanzeigen
Wann dürfen Sie Artelac® nicht anwenden? Bei Überempfindlichkeit gegen einen der Inhaltsstoffe darf Artelac® nicht angewendet werden. Was müssen Sie in Schwangerschaft und Stillzeit beachten? Es bestehen keine Bedenken gegen die Anwendung in Schwangerschaft und Stillzeit, da Hypromellose nicht resorbiert wird und somit systemisch nicht verfügbar ist. Fragen Sie vor Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Grundsätzlich sollte die Anwendung von Arzneimitteln während der Schwangerschaft und Stillzeit nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung durch den Arzt erfolgen.
Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Welche Vorsichtsmaßnahmen müssen beachtet werden? Da dieses Arzneimittel, auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, kurzzeitig durch Schlierenbildung die Sehleistung und somit das Reaktionsvermögen beeinflusst, sollten Sie in dieser Zeit nicht am Straßenverkehr teilnehmen, nicht ohne sicheren Halt arbeiten und keine Maschinen bedienen.
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren!
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln oder anderen Mitteln, soweit sie die Wirkung des Arzneimittels beeinflussen können
Welche anderen Arzneimittel beeinflussen die Wirkung von Artelac® oder können in ihrer Wirkung durch Artelac® beeinflusst werden?
Bei zusätzlicher Anwendung anderer Augentropfen/ Augensalben kann die Wirkung des jeweils vorhergehenden Arzneimittels beeinträchtigt werden, da es durch das Einbringen des achfolgenden Medikaments verdünntoder aus dem Bindehautsack verdrängt werden kann. Ausdiesem Grunde sollte zwischen den Anwendungen der verschiedenen Präparate ein zeitlicher Abstand von ca. 15 Minuten eingehalten werden. Artelac® sollte stets als Letztes angewendet werden, da eine möglichst lange Verweildauer und damit lange befeuchtende Wirkung wichtig ist.
Warnhinweise
Keine bekannt.
3 Wie ist Artelac® anzuwenden?
Dosierungsanleitung, Art, Häufigkeit und Dauer der Anwendung Zur Anwendung am Auge. Das Krankheitsbild des Trockenen Auges erfordert eine individuelle Dosierung. Soweit nicht anders verordnet, je nach Erfordernis 3- bis 5-mal täglich oder häufiger 1 Tropfen in den Bindehautsack eintropfen. Gleiches gilt für die Nachbenetzung von harten Kontaktlinsen.
Anwendungsdauer
Die Anwendung erfolgt in der Regel als Langzeit- oder Dauertherapie. Hinweis: Bei einer Langzeit- oder Daueranwendung zur Therapie des Trockenen Auges sollte grundsätzlich ein Augenarzt konsultiert werden.
Anwendungsfehler und Überdosierung
Keine bekannt bzw. keine Maßnahmen erforderlich. Bei Fragen zur Anwendung befragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
4 Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Welche Nebenwirkungen können bei der Anwendung von Artelac® auftreten? Wie alle Arzneimittel kann Artelac® Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:
Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10
Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100
Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000
Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000
Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10.000
Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Mögliche Nebenwirkungen Bei einer Anwendung von Artelac® können in seltenen Fällen Überempfindlichkeitsreaktionen am Auge auftreten.
In sehr seltenen Fällen entwickelten Patienten mit ausgeprägten Hornhautdefekten unter der Therapie mit phosphathaltigen Augentropfen Trübungen der Hornhaut durch die Bildung von Kalziumphosphat.
Artelac® enthält das Konservierungsmittel Cetrimid, das insbesondere bei häufiger Anwendung Reizungen des Auges (Brennen, Rötungen, Fremdkörpergefühl) hervorrufen und bei längerer Anwendung die Hornhaut schädigen kann.
Sollten derartige Überempfindlichkeitsreaktionen oder Reizungen am Auge auftreten, unterbrechen Sie bitte die Behandlung und suchen Sie Ihren Arzt auf. Patienten, die besonders empfindlich auf das Konservierungsmittel reagieren, wird der Wechsel zu Präparaten ohne Konservierungsmittel empfohlen.
Welche Gegenmaßnahmen sind bei Nebenwirkungen zu ergreifen? Sollten Überempfindlichkeitsreaktionen oder Reizungen am Auge auftreten, unterbrechen Sie bitte die Behandlung und suchen Sie Ihren Arzt auf.
Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem
Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte
Abt. Pharmakovigilanz
Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3
53175 Bonn
Website: http://www.bfarm.de
anzeigen.
Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.
5 Wie ist Artelac® aufzubewahren?
Hinweise und Angaben zur Haltbarkeit des Arzneimittels
Das Arzneimittel darf nach Ablauf des Verfallsdatums nicht mehr verwendet werden (siehe Faltschachtel und Etikett). Die Augentropfen dürfen nach Anbruch nicht länger als 6 Wochen verwendet werden. Nicht über 30°C lagern.
6 Weitere Informationen
Was enthält Artelac®?
Wirkstoff: 1 ml Lösung enthält Hypromellose 3,20 mg. Die Viskosität der Lösung liegt zwischen 7 und 11 mPa·s. Die sonstigen Bestandteile sind: Cetrimid; Natriummonohydrogenphosphat-Dodecahydrat (Ph. Eur.); Natriumdihydrogenphosphat-Dihydrat; Sorbitol (Ph.Eur.); Natriumedetat (Ph.Eur.); Wasser für Injektionszwecke.
Darreichungsform und Inhalt
Augentropfen in Tropfflaschen.
Packungen mit 10 ml und 3 x 10 ml Lösung.
Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller:
Dr. Gerhard Mann, Chem.-pharm. Fabrik GmbH
Brunsbütteler Damm 165-173, 13581 Berlin
Telefon: 0800 090 94 90 90
Telefax: 0800 090 94 90 88
E-Mail: kontakt@bausch.com
Mitvertrieb durch:
Bausch & Lomb GmbH
Brunsbütteler Damm 165-173, 13581 Berlin
Telefon: 0800 090 94 90 90
Telefax: 0800 090 94 90 88
E-Mail: kontakt@bausch.com
Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im Februar 2014.
Dr. Gerhard Mann
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